Neuwahlen im Vereinigten Königreich: Premierministerin Theresa May droht Ungemach aus Schottland

London hat entschieden: Am 8. Juni werden die Briten ein neues Unterhaus wählen. Es könnten vielleicht die letzten Wahlen in einem Vereinigten Königreich sein.

Denn Premierministerin Theresa May droht Ungemach aus Schottland. Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon kündigte im Streit um den Brexit bereits ein weiteres Unabhängigkeitsreferendum an: “Wenn die Schottische Nationalpartei die Wahl in Schottland gewinnt und nicht die Tories, dann werden alle Versuche von Theresa May, eine Volksabstimmung über die Unabhängigkeit Schottlands zu verhindern, zu Staub zerfallen.”

May weigert sich bislang, mit Sturgeon zu verhandeln. In der Debatte im Unterhaus legte die Premierministerin nach: “Jetzt ist nicht die Zeit für ein schottisches Referendum über die Unabhängigkeit. Es wird unsere Verhandlungsposition beim Brexit schwächen. Stärke und Einheit mit den Konservativen, Spaltung und Schwäche mit den schottischen Nationalisten.”

Die Schotten hatten 2014 noch gegen die Unabhängigkeit votiert, im vergangenen Jahr aber für den Verbleib in der EU und damit gegen den Brexit gestimmt. Nach den Neuwahlen könnten die schottischen Nationalisten, sollten sie bei dem Urnengang erfolgreich sein, einen neuen Anlauf nehmen in Richtung Unabhängigkeit.

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen