Neuzulassungen von Autos im Februar um mehr als zehn Prozent zurückgegangen

Die Bundesregierung will die Neuregelung zum Kurzarbeitergeld, mit der wirtschaftliche Folgen der Corona-Epidemie abgefedert werden sollen, bereits am Dienstag auf den Weg bringen

Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen ist erneut gesunken. 239.943 Autos wurden im Februar zugelassen, 10,8 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg am Mittwoch mitteilte. Mit Ausnahme von Porsche erstreckten sich die rückläufigen Zulassungszahlen im Februar demnach über alle deutsche Marken. Besonders stark war der Rückgang bei Smart mit einem Minus von 81,2 Prozent.

Auch Opel, Audi, Ford, Mini und VW verloren zweistellig. Bereits im Januar war der Neuwagenabsatz um gut sieben Prozent zurückgegangen.

Bei den Importmarken zeigte sich das deutlichste Zulassungsplus bei der Marke Lexus mit 71,2 Prozent. Rückgänge von mehr als 30 Prozent verzeichneten Honda, Tesla, Dacia, Mazda und Suzuki.

Mehr als die Hälfte der zugelassenen Pkw (52,1 Prozent) waren Benziner, 31,6 Prozent hatten einen Dieselmotor. Zulassungssteigerungen zeigten sich bei den alternativen Antriebsarten. Im Februar wurden 8.154 Elektro-Pkw neu zugelassen - ein Plus von 75,8 Prozent. Bei Hybriden bedeuteten 30.000 Neuzulassungen ein Plus von 98,1 Prozent.

"Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir in den kommenden Monaten auch zweistellige Rückgänge bei den Neuzulassungen sehen werden", erklärte Autoexperte Peter Fuß von der Unternehmensberatung EY. Die Lage könne sich bei einem raschen Abflauen der Coronavirus-Epidemie in der zweiten Jahreshälfte allerdings rasch wieder normalisieren. "Vorläufig wird sich die Autoindustrie aber auf kräftigen Gegenwind einstellen müssen."