Neuzulassungen gehen im Mai um zehn Prozent zurück

Die Produktionskrise in der Autoindustrie hat auch im Mai für einen Rückgang der Neuzulassungen gesorgt. Im vergangenen Monat wurden in Deutschland rund 207.200 Pkw neu zugelassen, das waren 10,2 Prozent weniger als im Mai vor einem Jahr, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg am Freitag mitteilte. Im Vergleich zum Corona-Vorkrisenjahr 2019 wurden in den ersten fünf Monaten 33 Prozent weniger Pkw abgesetzt, erklärte der Branchenverband VDA.

Der Markt und die Produktion würden weiterhin "limitiert von einem Mangel an Vor- und Zwischenprodukten, hohen Rohstoffpreisen und einer allgemeinen Verunsicherung aufgrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine", erklärte der Verband der Automobilindustrie (VDA). Auch die Neuzulassungen von Elektroautos sanken deshalb im Mai, und zwar um drei Prozent auf 52.440 Stück.

Seit Jahresbeginn wurden damit fast 250.000 E-Autos neu zugelassen - beinahe genau so viele wie im Vergleichszeitraum 2021. "Es könnten deutlich mehr Elektroautos verkauft werden, wenn die Hersteller lieferfähig wären", erklärte Autoexperte Peter Fuß von der Unternehmensberatung EY.

Er warnte: "Die erhoffte Trendwende lässt weiter auf sich warten." Zwar ließen sich einige Lieferkettenprobleme – wie etwa fehlende Kabelbäume aus der Ukraine – in den Griff bekommen. "Die Auswirkungen neuer Herausforderungen – vor allem der Lockdowns in China – erreichen Europa aber erst mit zeitlicher Verzögerung und werden zu neuen Beeinträchtigungen führen."

ilo/hcy

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