"New York Times" empfiehlt Warren und Klobuchar als Präsidentschaftskandidatinnen

Amy Klobuchar (l.) und Elizabeth Warren (r.)

Die "New York Times" hat sich für Elizabeth Warren und Amy Klobuchar als demokratische US-Präsidentschaftskandidatinnen ausgesprochen. Mit ihrem am Sonntag erschienenen Artikel hat die liberale Tageszeitung erstmals offen ihre Unterstützung für zwei Bewerber gezeigt. Die Vorwahlen der Demokraten zur Bestimmung des Herausforderers von US-Präsident Donald Trump beginnen am 3. Februar im Bundesstaat Iowa. Die Demokraten hoffen, Trump bei der Präsidentschaftswahl im November nach einer Amtszeit aus dem Weißen Haus drängen zu können.

Ihre Empfehlung begründete die Zeitung damit, dass die beiden Frauen für zwei gegensätzliche Positionen der demokratischen Partei stünden. Warren, Senatorin von Massachusetts, vertrete einen "radikalen" Ansatz und sei die neue "Anführerin der demokratischen Linken", schrieb die "New York Times". Minnesotas Senatorin Klobuchar stehe hingegen für eine "realistische" Option, die die unterschiedlichen Flügel der Partei - "und vielleicht die Nation" - versöhnen könnte.

Die Vertreter des einen Lagers innerhalb der Partei sähen Trump als "Fehltritt" an und glaubten, "dass eine Rückkehr zu einem vernünftigeren Amerika möglich ist". Die andere Seite glaube hingegen, dass Trump "das Produkt politischer und wirtschaftlicher Systeme ist, die so verfault sind, dass sie ersetzt werden müssen". Sowohl der radikale als auch der realistische Ansatz verdienten es, "ernsthaft in Erwägung gezogen zu werden", befand die Zeitung und endete mit den Worten: "Möge die beste Frau gewinnen."

Die landesweiten Umfragen zu den demokratischen Präsidentschaftsbewerbern führt Ex-Vizepräsident Joe Biden an, gefolgt von Senator Bernie Sanders. Elizabeth Warren rangiert auf dem dritten Platz, hat aber seit Oktober Stimmen verloren.