New Yorker "Eleven Madison Park" zum besten Restaurant der Welt gekürt

Daniel Humms "Eleven Madison Park" weltbestes Restaurant

Der New Yorker Gourmet-Tempel "Eleven Madison Park" ist zum besten Restaurant der Welt gekürt worden. Auf Platz zwei der Top 50 kam der Vorjahressieger, die "Osteria Francescana" im italienischen Modena, wie bei der Preisauszeichnung am Mittwoch im australischen Melbourne bekannt gegeben wurde. Dritter wurde das spanische "El Celler de Can Roca" in Girona.

Daniel Humm vom "Eleven Madison Park" zeigte sich "überglücklich" und "stolz". Als er vor 25 Jahren mit dem Kochen angefangen habe, habe er selbst in seinen "wildesten Träumen" nicht gedacht, diesen Preis zu gewinnen. Als Grund für ihre Wahl erklärten die Organisatoren, dem Restaurant sei es gelungen, das Esserlebnis mit einem "Gefühl des Vergnügens" anzureichern.

In den Top 10 sind Restaurants aus Frankreich, Peru, Thailand und Österreich vertreten. Deutsche Gastronomen finden sich erst auf Platz 47 und 48: Joachim Wisslers "Vendôme" in Bergisch Gladbach und Tim Raues gleichnamiges Restaurant in Berlin.

Frankreich, Spanien und die USA schafften es mit jeweils sechs Restaurants in die Top 50. Weitere Top-Vertreter kamen aus China, Chile, Hongkong und Singapur.

In der Kategorie Beste Köchin gewann Ana Ros vom "Hisa Franko" aus Slowenien. Bester Patissier wurde der Franzose Dominique Ansel, der in New York mit seinem Cronut, einer Donut-Croissant-Kreuzung, für Furore sorgt.

Für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde der Brite Heston Blumenthal, dessen Sterne-Schmiede "The Fat Duck" in Bray selbst einmal auf dem ersten Platz gelandet war. Nach den Worten der Juroren gibt es kaum einen anderen Koch, der einen größeren Einfluss auf die Kochkunst weltweit habe als Blumenthal. Viele der großartigsten Restaurants setzten heute auf Methoden, die sie sich von dem Briten und seinem Team abgeschaut hätten.

Der 50-jährige Starkoch, der mit weltweit ausgestrahlten Kochsendungen ein Millionenpublikum erreicht, will nach eigenen Angaben noch lange nicht sein Tempo drosseln: "Ich betrachte die vergangenen 20 Jahre als meine Lehrzeit", sagte er. "Jetzt lege ich los".

An der von der britischen Zeitschrift "Restaurant" veranstalteten jährlichen Wahl nehmen mehr als 1000 "unabhängige Experten" aus aller Welt teil, darunter Köche, Gastronomie-Kritiker, Restaurantbesitzer und Amateur-Feinschmecker.

Zum ersten Mal wurden die Feinschmecker-"Oscars" nicht in London oder New York verliehen, sondern im australischen Melbourne. Die Organisatoren wollen auf diese Weise nach eigenen Angaben den globalen Charakter der Verleihung herausstreichen.

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