Newsticker Corona: Hamburger Virologe Schmidt-Chanasit: Teil-Lockdown ist übertrieben

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Das Coronavirus hat nach wie vor großen Einfluss auf das Leben in Hamburg und Norddeutschland. Wir halten Sie in unserem Liveticker über alle Entwicklungen auf dem Laufenden. #reload404 neue Corona-Fälle in Hamburg (Stand Mittwoch)1059 neue Corona-Fälle in Niedersachsen (Stand Mittwoch)280 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein (Stand Mittwoch)148 neue Corona-Fälle in Meck-Pomm (Stand Mittwoch)Zum überregionalen Coronavirus-Newsticker geht es hier Hamburger Virologe Schmidt-Chanasit ist nicht überzeugt vom Teil-Lockdown 8.52 Uhr: Der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit findet den beschlossenen Teil-Lockdown im November in mancher Hinsicht überzogen. Er und einige seiner Kollegen seien nicht gegen alle Maßnahmen, „aber bei bestimmten Maßnahmen stellt sich einfach die Frage der Verhältnismäßigkeit und ob sie auch zielgerichtet sind und das bezwecken, was wir eigentlich erreichen wollen - also eine Stabilisierung der Lage“, sagte der Virologe vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin am Mittwochabend in den ARD-„Tagesthemen“. So sei beispielsweise die Schließung der Hamburger Elbphilharmonie, deren Hygienekonzept er gut kenne, nicht zielführend. „Es ist aus meiner Sicht, aus virologischer Sicht, nahezu unvorstellbar, dass dort massenhaft Infektionen aufgetreten sind. Insofern stellt sich hier die Frage der Verhältnismäßigkeit, ob man so eine Einrichtung wirklich schließen sollte, wo eben Infektionen mit aller Wahrscheinlichkeit nicht aufgetreten sind.“ Der Virologe mahnte mit Blick auf die mittlerweile mangelnde Nachvollziehbarkeit der Infektionsketten vor Spekulationen. „Wir dürfen nicht spekulieren, dass diese Maßnahmen in Bereichen notwendig sind, wo wir gute Hygienekonzepte haben. Also spekulieren, dass dort massenhaft Infektionen aufgetreten sind.“ Stattdessen sollte auf Basis der Daten zielgerichtet gehandelt werden. Den richtigen Weg aus der Corona-Krise kenne derzeit keiner, „es gibt hier keine Blaupause“. Dennoch sei es wichtig, nun ein langfristiges Konzept zu entwickeln. Zudem müssten die Zielgruppen noch besser erreicht werden, bei denen die Infektionen stattgefunden haben. „Da kommen wir mit Verboten auch nicht weiter, das muss ganz klar sein.“ Intensivmedizin-Chef am UKE: Corona-Lage „absolut besorgniserregend“ 7.10 Uhr: Die starke Zunahme der Corona-Infektionen ist nach Ansicht des Leiters der Intensivmedizin am UKE, Stefan Kluge (52), „absolut besorgniserregend“. „Wir müssen diesen Trend stoppen, die Politik muss handeln“, sagte der Klinikdirektor mit Blick auf die neuen Kontaktbeschränkungen. „Uns bleibt keine andere Wahl.“ Kluge warnte vor einer Überlastung der Krankenhäuser und Intensivstationen. In Berlin, Bayern und Nordrhein-Westfalen seien einige Kliniken schon gut mit Covid-19-Patienten belegt, andere Erkrankte würden bereits verdrängt. Eine Reihe von Krankenhaus-Mitarbeitern habe sich infiziert. Ein Blick auf die derzeit nur langsam steigende Zahl der Todesopfer tauge nicht zur Einschätzung der aktuellen Lage. „Wir müssen auf die Zahl der Intensivpatienten gucken. Dann wissen wir, wohin die Reise geht“, sagte Kluge, der Facharzt für Innere Medizin und Lungenheilkunde ist. Derzeit gehe die Kurve steil nach oben. Es dauere im Schnitt zehn Tage, bis Patienten mit Symptomen auf die Intensivstation verlegt werden müssten. Die Aufenthaltsdauer auf der Intensivstation bei beatmeten Patienten beträgt nach Angaben von Kluge zwei bis drei Wochen, Todesfälle träten meistens erst im Verlauf auf. Das bedeute, dass sich die Zahl der Neuinfektionen erst mit einer Verzögerung von drei bis vier Wochen auf die Zahl der Todesfälle auswirke. Von den Infizierten müssten etwa fünf Prozent im Krankenhaus behandelt werden, zwei Prozent auf der Intensivstation. Über 70-Jährige hätten ein Todesrisiko von über 50 Prozent. Das Durchschnittsalter der Verstorbenen in Deutschland liegt laut Kluge bei 79 Jahren. Man könne vorhersehen, wie sich die Pandemie in den nächsten zwei bis drei Wochen entwickeln werde. „Darüber hinaus ist alles Kaffeesatzleserei.“ Wie die Lage im Dezember und Januar aussehen werde, lasse sich nicht seriös sagen. „Es hängt extrem davon ab, was die Politik entscheidet und wie sich die Menschen jetzt verhalten“, betonte der Leiter der Intensivmedizin am UKE. Erster Landkreis in MV über kritischer Marke 6.26 Uhr: Die Corona-Zahlen stiegen in den vergangenen Tagen und Wochen auch im Nordosten deutlich an. Am Mittwoch erreichte der Landkreis Vorpommern-Greifswald als erster Kreis in Mecklenburg-Vorpommern die kritische Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte, liegt der genaue Wert bei 52,8. Die sogenannte Corona-Ampel ist damit auf Rot gesprungen. Als Konsequenz der jüngsten Entwicklung treten schon an diesem Donnerstag in Vorpommern-Greifswald deutlich schärfe Corona-Einschränkungen in Kraft. Das sieht eine Allgemeinverfügung vor, die der Landkreis veröffentlichte. So dürfen sich nur noch maximal zehn Leute in Gaststätten und auch privat treffen. Im Freien dürfen diese zehn nur aus zwei Hausständen stammen. Dies gilt nach den Bund-Länder-Beratungen ohnehin bundesweit – jedoch erst von Montag an. Landrat Michael Sack (CDU) bat die Bewohner darum, „alles dafür zu tun, dass wir die Lage gemeinsam in den Griff bekommen“. Auch in ganz Mecklenburg-Vorpommern wurde am Mittwoch laut Lagus mit 160 Neuinfektionen eine neue Höchstmarke erreicht. Die Gesamtzahl der registrierten Ansteckungen stieg damit auf 2486. Das waren die News vom Mittwoch, 28.10. Höchstwert: 280 Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein gemeldet 23.31 Uhr: In Schleswig-Holstein sind am Mittwochabend 280 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden - so viele wie noch nie. Wie die Regierung am Abend veröffentlichte, haben sich seit Beginn der Pandemie somit 7499 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt. Erst am Morgen hatte die Landesregierung mit 278 registrierten Fällen innerhalb von 24 Stunden vom Vortag einen Höchstwert bekannt gegeben. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 3 auf 170. Im Krankenhaus werden derzeit 76 Covid-19-Patienten behandelt. Rund 5400 Menschen in Schleswig-Holstein gelten nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen. Die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt nach Angaben des RKI (Stand Mittwoch 0.00 Uhr) bei 41,8. 148 Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern 17.07 Uhr: Am Mittwoch sind in Mecklenburg-Vorpommern 148 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie im Land 2.486 Infektionen registriert. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGuS) hatte zunächst 160 Neuinfektionen gemeldet. Allerdings wurden dabei 12 Fälle berücksichtigt, die bereits am Dienstag nach einer Datenpanne durch die lokalen Gesundheitsämter nachgemeldet wurden. Damit waren es 130 neue Fälle am Vortag. Laut Robert Koch-Institut gelten 1.565 (+57) als genesen. Die Zahl der Todesfälle liegt weiterhin bei 22. Regierungserklärung von Tschentscher für Hamburg 13.53 Uhr: Tschentscher ist sich sicher, dass Deutschland mit der nötigen Disziplin auch durch die zweite Welle der Pandemie gut hindurch kommen werde. Dabei spricht er mit ernster und dynamischer Stimme. „Wir tragen alle gemeinsam die Verantwortung, dass Hamburg gut durch die Krise kommt“, sagt Tschentscher zum Schluss. Aus der Sitzung der Bürgerschaft verabschiedet Tschentscher sich vorzeitig, um an den Gesprächen der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten teilzunehmen. Alle weiteren neuen Informationen und Regelungen werden von Sozialsenatorin Melanie Leonhard im Laufe der Sitzung bekanntgegeben. Worum es sich beim Gipfel mit Merkel & Co. drehen wird, können Sie HIER nachlesen. 13.52 Uhr: Im nächsten Abschnitt seiner Erklärung lobt Tschentscher die Arbeit im UKE und berichtet über den Stand der Suche nach einem Impfstoff. 13.48 Uhr: Tschentscher will sich beim Gipfel, der parallel mit Kanzlerin Angela Merkel und den anderen Länderchefs stattfindet, dafür einsetzen, dass die Schulen, Spielplätze und Kitas geöffnet bleiben.Zusätzlich sollen in Hamburg künftig Schnelltests eingesetzt werden, um vor allem Bewohner und Angestellte von Alten- und Pflegeheimen zu schützen. Mit Schnelltests will die Stadt zudem die Verbreitung von Infektionen besser kontrollieren und die Labore zu entlasten. 13.44 Uhr: Der SPD-Bürgermeister sagt, dass sich Hamburg bisher gut in der Krise behauptet habe, aber auch hier die Zahlen stark ansteigen würden. Die Kontaktnachverfolgung sei eine sehr schwere Aufgabe, so Tschentscher. Er appelliert an alle Hamburger: „Wir müssen unsere lieb gewonnenen Gewohnheiten in Frage stellen. Und unser privates Leben stark einschränken. Es ist nicht die Zeit zu feiern. Wir werden die Menschen in ihrer Freizeit, im Privatleben und in der Gastronomie jetzt noch weiter einschränken.” Aber Kitas und Schulen würden weiterhin offen bleiben. Weil sie kaum gefährdet sind und weniger zum Infektionsgeschehen beitragen. Seine klare Botschaft: Hamburger, haltet euch an die Regeln, helft mit, damit die Pandemie wieder unter Kontrolle gebracht werden kann. 13.41 Uhr: Tschentscher berichtet zu Beginn seiner Erklärung über die dramatischen Zustände in Europa. Auch in Deutschland drohe eine Situation, wie sie beispielsweise in Marseille oder Prag existiert. Er mahnt an, dass wir dringend unsere Kontakte reduzieren müssen. „Wir müssen uns konsequent an die Regeln halten, auf die es ankommt!“, so Tschentscher und meint damit die AHA-Regeln. „Es kommt auf das Verhalten jedes Hamburgers an.“ 13.30 Uhr: Gleich wird es von Bürgermeister Peter Tschentscher eine Regierungserklärung zu Beginn der heutigen Bürgerschaftssitzung geben. Hier gibt es dann live alle Infos. Über 1000 Neuinfektionen in Niedersachsen 12.21 Uhr: Auch in Niedersachsen haben die Neuinfektionen rasant zugenommen: Nach 733 Registrierungen am Dienstag meldete das Bundesland am Mittwoch 1059 neue Fälle – neuer Höchststand. Braunschweig, Emden und der Landkreis Hameln-Pyrmont haben nun einen Inzidenzwert von über 50 und gelten als Hotspot. Sprunghafter Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Hamburg 12.01 Uhr: Nach 300 gemeldeten Neuinfektionen am Dienstag ist die Zahl der neuregistrierten Corona-Fälle in Hamburg am Mittwoch sprunghaft auf 404 Fälle gestiegen. Der Inzidenzwert stieg von 102,5 auf 113,2. In der Hansestadt gibt es damit insgesamt 12.556 gemeldete Corona-Fälle, etwa 8500 gelten als geheilt. 149 Menschen liegen in Krankenhäusern, davon 34 auf der Intensivstation. Die Zahl der Todesfälle liegt weiterhin bei 241. Maskenpflicht für Grundschüler in Schleswig-Holstein in manchen Regionen 10.25 Uhr: Seit heute müssen auch Grundschüler in Lübeck und in den Kreisen Pinneberg und Stormarn eine Maske im Unterricht tragen. Im Kreis Segeberg müssen Grundschüler von morgen an eine Maske auch in den Unterrichtsräumen aufsetzen. Die entsprechende Allgemeinverfügung werde derzeit erarbeitet, sagte eine Kreissprecherin laut NDR. Schule im Norden: 93 Schüler und elf Lehrer in Quarantäne 8.45 Uhr: Nach dem positiven Covid-19-Befund bei einem Schulkind der 6. Klasse hat der Landkreis Nordwestmecklenburg für 93 Kinder und 11 Lehrkräfte einer Schule in Wismar Quarantäne angeordnet. Entsprechend dem vom Land vorgegebenen Plan sind davon alle Kinder der Klassenstufen 5 und 6 betroffen, teilte der Landkreis am Dienstag mit. Für die restlichen Klassenstufen könne der Unterricht weitergehen. Wie üblich sollen zwei Runden Abstrichtests bei den Betroffenen mit einem Abstand von einigen Tagen erfolgen, deren Ergebnisse über das weitere Vorgehen entscheiden. Die ersten Abstriche sollen am Freitag in der Schule erfolgen. Das waren die News vom Dienstag Vor Bund-Länder-Konferenz: Hamburgs Finanzsenator mit deutlichem Appell 20.54 Uhr: Am Mittwoch will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gemeinsam mit den Ministerpräsidenten über weitere Corona-Maßnahmen beraten. Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) appellierte im Vorfeld für passende Hilfsangebote. „Wenn man ganze Branchen mit Maßnahmen belegt in den kommenden Wochen, soll der Bund bitte Regelungen, was die Hilfsmaßnahmen angeht gleich mitbeschließen“, so Dressel am Dienstag in der Landespressekonferenz. „Von der Bundesüberbrückungshilfe sind bisher insgesamt 1,2 Milliarden bewilligt wurden – von 25 Milliarden“, so der Finanzsenator. Hamburger Corona-Schutzschirm wird fortgesetzt 19.47 Uhr: Drei Milliarden Euro nimmt die Stadt an Corona-Notkrediten auf, damit der Coronaschutzschirm auch im Jahr 2021 und 2022 noch aufgespannt bleiben kann. „Unsere Kreditprogramme enden nicht am 31.12., hier sind wir schon mit der IFB (Hamburgische Investitions- und Förderbank) im Gespräch“, sagte Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) in der Landespressekonferenz am Dienstag. Bewährte Maßnahmen wie der Hamburger Wirtschaftsstabilisierungsfonds sollen fortgesetzt werden und beschlossene Maßnahmen des Bundes wie die Bundes-Überbrückungshilfe für Hamburg angepasst. Mit dem Corona Recovery Fonds sollen besonders kleine Mittelständler und Start-ups unterstützen soll. Zusätzlich soll es ab dem 1. Quartal 2021 einen Hamburger Digitalbonus geben, um die Coronakrise für einen Digitalisierungsschub zu nutzen. Corona-Pandemie greift in Mecklenburg-Vorpommern weiter um sich 18.55 Uhr: Die Zahl der registrierten Infektionen mit dem Sars-CoV-2-Virus ist in Mecklenburg-Vorpommern innerhalb eines Tages um mindestens 118 auf nunmehr 2328 gestiegen. Schon am Freitag vergangener Woche war ein Tageswert von 118 erreicht worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz, die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, liegt nun landesweit bei 31,2, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Dienstag in Rostock mitteilte. Nachdem das Landesamt seine Zahlen veröffentlicht hatte, kamen die Stadt Schwerin und der Landkreis Ludwigslust-Parchim noch mit Nachmeldungen, die jedoch nicht mehr in die landesweite Statistik Eingang fanden. Diese Stadt im Norden ist fast weißer Fleck in der Corona-Pandemie 17.14 Uhr: Während die Corona-Infektionenszahlen bundesweit in den meisten Kommunen explodieren, bleiben sie im südniedersächsischen Landkreis Holzminden verschwindend gering. „Hauptsächlich liegt das daran, dass die Disziplin der Bürger groß ist“, sagte Landrat Michael Schünemann (parteilos) am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. „Es ist auch überschaubarer.“ Mit nur rund 70.000 Einwohnern gehört der Landkreis Holzminden zu den bevölkerungsärmsten bundesweit. Möglicherweise sei die soziale Kontrolle auf dem Land größer – man schaue, was die Nachbarn machen, erklärte Schünemann. Zudem sei das Gesundheitsamt seit dem Frühjahr viel unterwegs und berate. „Wenn, dann hatten wir nur Einzelfälle, die wir gleich isolieren konnten.“ Seit Beginn der Pandemie verzeichnete der Landkreis Holzminden nach Daten des Landesgesundheitsamtes insgesamt 147 Corona-Fälle. Die Sieben-Tages-Inzidenz lag am Dienstag bei 4,3 – und gehört damit bundesweit zu den niedrigsten Werten. Hamburg: Neue Fördertöpfe für die Kultur 16.44 Uhr: Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD) stellte am Dienstag weitere Fördertöpfe zur Unterstützung der Kultur vor. Für einen Gagenfond für Musikerinnen und Musiker sind 0,5 Millionen vorgesehen, weiterhin wird es eine Literaturförderung für kleine Verlage und Buchhandlungen geben (0,2 Millionen) und einen Ausfallfonds für die Film- und TV-Wirtschaft (5,2 Millionen). Bestehende Fördertöpfe würden außerdem je nach Bedarf aufgestockt. In der Planung sind außerdem weitere Unterstützungen für die Musikwirtschaft, eine Förderung für Indoor-Konzerte sowie Programme für die Bildende Kunst und Kreativwirtschaft. Weihnachtsmärkte in Hamburg: Absage immer wahrscheinlicher 16.01 Uhr: Muss nach dem Hamburger Winterdom jetzt auch der Weihnachtsmarkt abgesagt werden? Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) hält eine Absage der Weihnachtsmärkte in der Hansestadt für möglich. „Ehrlicherweise muss man im Moment sagen, bei dem Infektionsverlauf, den wir haben, werden wir vielleicht auch darum nicht umhinkommen“, sagte Westhagemann auf der Landespressekonferenz. Der Senat schaue sich die Entwicklung der Infektionen an, beachte aber auch das Vorgehen anderer Städte. Der Christkindlesmarkt in Nürnberg und die Weihnachtsmärkte in Lübeck seien bereits abgesagt worden. Am Freitag werde der Senat wieder zu einer Sondersitzung zusammenkommen. Dabei werde es um die Beschlüsse der für Mittwoch geplanten Videokonferenz der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel gehen, aber auch um die Weihnachtsmärkte. Hamburgs Kultursenator: „In der Elphi sind Sie sicherer als zuhause“ 15.33 Uhr: Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD) am Dienstag in Hamburg über den Schutz vor einer Corona-Ansteckung in den mit Hygienekonzepten ausgestatteten Konzert- und Opernhäusern der Stadt. „Man müsste fast sagen, wenn man sich die Ansteckungszahlen ansieht, gehen Sie in die Oper oder gehen Sie in die Elbphilharmonie, da sind Sie sicherer als zuhause“, sagte er. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident kündigt harte Kontaktbeschränkungen an 13.24 Uhr: Angesichts der rasant steigenden Corona-Zahlen will Schleswig-Holstein generell harte Kontaktbeschränkungen ergreifen. Die Zahl 10 werde die Obergrenze für alle Bereiche auch im Freien in den nächsten drei Wochen sein, sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Dienstag in Kiel. Dies gelte auch für den Sport, so dass maximal 10 Personen in getrennten Kohorten noch trainieren dürfen. Der Spielbetrieb im Amateurfußball müsse pausieren. Diese Maßnahmen sollen am Freitag in einer Landesverordnung beschlossen werden. Die Kontaktbeschränkungen würden unabhängig von den Ergebnissen gelten, die am Mittwoch bei der Video-Schalte der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beschlossen werden, betonte Günther. Zugleich kündigte er an, dass die Maskenpflicht im Schulunterricht ab Klasse 5 um drei Wochen verlängert wird. Sie war nach den Herbstferien am 19. Oktober in Schleswig-Holstein zunächst für 14 Tage eingeführt werden. Zudem wird die Maskenpflicht auch auf die Grundschulen, also die Klassen 1 bis 4 ausgeweitet. Dies gelte aber nur in Regionen, in denen der Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschritten werde, erläuterte der Regierungschef. In Schleswig-Holstein sollen Veranstaltungen in den nächsten drei Wochen maximal mit 100 Personen stattfinden dürfen. Schleswig-Holstein habe rechnerisch noch etwa zwölf Tage Vorsprung vor der durchschnittlichen Corona-Entwicklung in ganz Deutschland, sagte Günther. Man wolle verhindern, in zwölf Tagen so schwierig dazustehen wie andere Bundesländer. Es gelte, Schulen und Kitas offenzuhalten. Neue Corona-Zahlen: Inzidenzwert in Hamburg jetzt über 100, Zahl der Klinik-Patienten steigt 11.58 Uhr: In Hamburg wurden seit gestern 300 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Am Vortag gab es 339 neue Fälle. Die Gesamtzahl der Coronainfektionen liegt jetzt bei 12.152. Davon gelten 8500 Erkrankte als Genesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz hat den Wert von 100 überschritten, sie liegt jetzt bei 102,5. In Hamburger Kliniken wurden am Montag 140 an Covid-19 erkrankte Patienten behandelt, 35 mehr als vor dem Wochenende. Auf Intensivstationen lagen wie schon zuvor 30 Menschen. Von diesen kommen 24 aus Hamburg. Die Zahl der Todesfälle liegt seit dem 2. Oktober gleichbleibend bei 241.Das RKI zählt für Hamburg seit vergangenem Donnerstag 283 Tote. Die Hamburger Gesundheitsbehörde lässt alle gestorbenen Corona-Patienten obduzieren. Das Institut für Rechtsmedizin zählt auf dieser Grundlage dann sämtliche Fälle, in denen jemand an Covid-19 gestorben ist. Das RKI zählt alle Personen, die im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben sind. MeckPomm: Kita nach Corona-Fall geschlossen 10.11 Uhr: Wegen eines Corona-Falls in einer Kita in Herrnburg (Landkreis Nordwestmecklenburg) müssen 60 Kinder und neun Erzieher in Quarantäne. Wie der Landkreis am Dienstag mitteilte, soll die Quarantäne bis mindestens kommende Woche Mittwoch dauern. Das infizierte Kind war demnach zuletzt am vergangenen Donnerstag in der Kita. Bei der Übermittlung des Ergebnisses gab es den Angaben zufolge zunächst Kommunikationsprobleme, da der Test in einem Labor im angrenzenden Lübeck genommen worden war, nicht im Landkreis selbst. Erneut deutlicher Anstieg der Infektionszahlen in Niedersachsen 9.52 Uhr: In Niedersachsen sind am Dienstag 733 neue Corona-Fälle registriert worden, am Vortag waren es 495. Damit stieg die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie gemeldeten Infektionen auf 31.570. Davon gelten 22.308 Menschen inzwischen als genesen. Die 7-Tagesinzidenz pro 100.000 Einwohner liegt in Niedersachsen derzeit bei 60,7. In mehreren Landkreisen und kreisfreien Städten gibt es Inzidenzwerte von über 100: In Cloppenburg liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 210,3, in Delmenhorst bei 232,1, im Kreis Grafschaft Bentheim bei 134,1, in Hldesheim bei 111,3, in Oldenburg bei 110,0, in Vechta bei 193 und in Verden bei 116,7. Corona hat Einfluss auf Hochzeiten in Hamburg 9.14 Uhr: In Hamburg haben sich in diesem Jahr spürbar weniger Menschen das Ja-Wort gegeben als noch im vergangenen Jahr. Bis Mitte Oktober hatten sich in allen Bezirken 4054 Paare trauen lassen, wie ein Sprecher des Bezirksamtes Hamburg-Harburg sagte. Im Vorjahreszeitraum waren es rund 730 Trauungen mehr. "Es ist festzustellen, dass trotz der Corona-Pandemie der Wunsch zu heiraten weiterhin groß ist", so der Sprecher weiter. Die Pandemie habe aber sicherlich in einigen Fällen dazu geführt, dass Trauungen verschoben wurden oder erst gar nicht angemeldet wurden. Die meisten Trauungen hat es im Bezirk Nord gegeben - 921 Heiratsurkunden wurden dort bis zum 12. Oktober ausgestellt. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 1065 Urkunden. Die wenigsten Eheschließungen wurden im Standesamt Harburg registriert. Dort ließen sich bis zum Herbst 375 Paare trauen (10/2019: 464). Wie viele Ehen in diesem Jahr geschieden wurden, konnte der Sprecher dagegen nicht sagen. Diese Daten werden nicht bei den Standesämtern erfasst. Erster Corona-Fall in der Bürgerschaft – Fraktionschef in Quarantäne 6.58 Uhr: Es gibt den ersten Corona-Fall in der Hamburgischen Bürgerschaft: Der CDU-Abgeordnete David Erkalp hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Fraktionschef Dennis Thering und Parlamentarischer Geschäftsführer Dennis Thering haben sich in freiwillige Quarantäne begeben haben. Beide hätten...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo