Zurück zum Absender: Westernhagen will Echos zurückgeben

Die Echo-Debatte schlägt weiterhin hohe Wellen: Nachdem sich zahlreiche Künstler, Prominente und Politiker wie Tote-Hosen-Frontmann Campino oder Außenminister Heiko Maas kritisch über den Musikpreis und die Auszeichnung der Rapper Farid Bang und Kollegah geäußert haben, haben mittlerweile mehrere Musiker angekündigt, ihre Auszeichnungen zurückgeben zu wollen – darunter jetzt auch der deutsche Rockstar Marius Müller-Westernhagen.

Marius Müller-Westernhagen lässt eine Bombe platzen. (Bild: Keuenhof, Rainer /action press/REX/Shutterstock)

“Mit großem Interesse habe ich von Südafrika aus die peinlichen Vorkommnisse bei der diesjährigen ECHO-Verleihung und die darauf entstandene Debatte verfolgt” schreibt Westernhagen bei Facebook und geht nicht nur mit dem Preis, sondern auch mit der gesamten Musikindustrie hart in Gericht. “Die Verherrlichung von Erfolg und Popularität um jeden Preis demotiviert die Kreativen und nimmt dem künstlerischen Anspruch die Luft zum Atmen”, heißt es unter anderem weiter. Eine “neue Stufe der Verrohung” sei erreicht.

Und dabei lässt es der Rockmusiker nicht bewenden: Er bezeichnet die Musikindustrie als “skrupellos und korrupt”, weil diese “ohne moralische und ethische Bedenken Menschen mit rassistischen, sexistischen und gewaltverherrlichenden Positionen nicht nur toleriert, sondern unter Vertrag nimmt und auch noch auszeichnet”.

Westernhagen ist mit dieser Aktion aber nicht allein auf weiter Flur. Künstler wie der Dirigent Enoch zu Guttenberg und Pianist Igor Levit hatten ebenfalls erklärt ihre Auszeichnungen zurückgeben zu wollen. Peter Maffay forderte auf Facebook sogar den Rücktritt der Verantwortlichen.

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