NFL: 32 Teams 32 Storys Part I: Die NFC - Prognosen, Free Agents und Co.

Mit dem Super Bowl im Rückspiegel richtet sich der Fokus auf die Offseason - und dabei zunächst auf die Free Agency. Welche Storylines werden die Teams kurz- oder auch mittelfristig begleiten? Worauf gilt es zu achten und welche Aufgaben stehen an? SPOX blickt im Schnelldurchlauf auf die 32 NFL-Teams am Start der Offseason, los geht's mit der NFC.

Mit dem Super Bowl im Rückspiegel richtet sich der Fokus auf die Offseason - und dabei zunächst auf die Free Agency. Welche Storylines werden die Teams kurz- oder auch mittelfristig begleiten? Worauf gilt es zu achten und welche Aufgaben stehen an? SPOX blickt im Schnelldurchlauf auf die 32 NFL-Teams am Start der Offseason, los geht's mit der NFC.

Seite 1: Die NFC North

Disclaimer: Wir haben die Offseason-Vorschau für die 32 Teams in zwei Teile gepackt: Heute gibt's die Teams der NFC, am morgigen Freitag dann die AFC.

NFC North

Minnesota Vikings (Saison-Bilanz: 13-3)

Die Story: Der NFL steht in der Free Agency ein hochinteressantes Quarterback-Karussell bevor - und die Vikings sind eines der zentralen Teams dabei. Alle drei Quarterbacks (Case Keenum, Teddy Bridgewater und Sam Bradford) haben auslaufende Verträge, alle drei bringen unterschiedliche Argumente für und gegen sich mit. War die glänzende Saison von Keenum eine Anomalie und den glänzenden Designs von Pat Shurmur geschuldet? Oder kann er dieses Level halten? Kommt Bridgewater jemals wieder auf 100 Prozent? Und kann man Bradfords Knie trauen? Shurmur ist bereits weg, somit müssen sich die Vikes überlegen, wie genau ihre Offense 2018 aussehen soll - und welcher Quarterback selbige umsetzen wird.

Die Prognose: Bradford scheint raus aus dem Bild, ein Verbleib von Bridgewater ist denkbar - wenn der bereit ist, einem kurzfristigen Deal zuzustimmen. Keenum ist Stand heute die beste Quarterback-Option für die Vikes, aber auch die teuerste. Tipp: Minnesota gelingt es, Bridgewater und Keenum für 2018 zu halten und die Quarterback-Entscheidung so zu vertagen.

Wichtigster Free Agent: Quarterback Case Keenum

Detroit Lions (9-7)

Die Story: Der Umbruch in Detroit ist in vollem Gange, zumindest defensiv dürfte einiges ganz anders aussehen - dafür soll der neue Head Coach Matt Patricia sorgen. Mit Spielern wie Darius Slay und Glover Quin ist Talent vorhanden, doch insbesondere im Pass-Rush drückte auch in dieser Saison wieder einmal der Lions-Schuh. Auf der anderen Seite des Balls gibt es zwei zentrale Fragen: Bleibt Offensive Coordinator Jim Bob Cooter? Und wenn ja: Wie repariert er das Run Game, die konstant eklatanteste Schwäche der Lions seit Beginn der Matthew-Stafford-Ära.

Die Prognose: Die Lions werden sich defensiv unter Patricia stabilisieren - doch das wird Zeit brauchen. Cooter, der ganz offensichtlich einen guten Draht zu Stafford hat, darf bleiben und Detroit investiert im Draft früh in sein Run Game in Form eines Erst- oder Zweitrunden-Picks für einen Running Back.

Wichtigster Free Agent: Defensive End Ziggy Ansah

Green Bay Packers (7-9)

Die Story: Für Packers-Verhältnisse ist es schon jetzt eine geradezu turbulente Offseason: Bereits kurz nach dem Ende der Regular Season wurde Defensive Coordinator Dom Capers entlassen, während der langjährige Geschäftsführer Ted Thompson eine andere Rolle innerhalb der Franchise erhielt. Und auch der Offensive Coordinator wurde ausgetauscht, so dass Green Bay zumindest mit einer Art neuem Gesicht daherkommt. Joe Philbin, der diesen Posten bereits von 2007 bis 2011 innehatte, übernimmt die Offense, der neue Geschäftsführer Brian Gutekunst arbeitet seit 2002 für die Packers. Lediglich der neue Defensive Coordinator Mike Pettine kommt ohne Stallgeruch daher. Klar ist: Es ist allerhöchste Eisenbahn, aus der Prime von Aaron Rodgers, der sich jüngst einmal mehr öffentlich unzufrieden zeigte, mehr rauszuholen.

Die Prognose: Die Defense war unter Capers 2017 einmal mehr vor allem in den kritischen Momenten (Third Down, Fourth Down, Red Zone) desolat, die Packers werden weiter Ressourcen in die Cornerbacks und die Defensive Line investieren, und sich in Pettines flexibler, durchaus aggressiver 3-4-Defense stabilisieren. Offensiv wird es mit der Rückkehr von Rodgers wieder mehr der altvertrauten Schemes geben, wenngleich Philbin, auch wenn er aus der gleichen Offense-Schule kommt, die eine oder andere neue Idee mitbringt. Die Packers bauen auf ihrem guten Run Game der Hundley-Spiele auf und sind 2018 wieder ein ernstzunehmender Contender.

Wichtigster Free Agent: Safety Morgan Burnett

Chicago Bears (5-11)

Die Story: John Fox ist raus, und der neue Trainerstab könnte sich kaum deutlicher von Fox unterscheiden. Ex-Chiefs-Offensive-Coordinator Matt Nagy und Ex-Oregon-Head-Coach Mark Helfrich wurden geholt, um der Offense ein gänzlich anderes Gesicht zu geben - es dürfte in die Richtung West-Coast-Option-Offense gehen. Die Entwicklung von Mitchell Trubisky steht ganz oben auf der To-Do-Liste in der Windy City, der neue Trainerstab sollte das ermöglichen. Zusätzliches Plus: Nagy gelang es, Defensive Coordinator Vic Fangio zu halten.

Die Prognose: Die Bears investieren intensiv in ihr Wide-Receiver-Corps, genau wie sie es sollten. Watkins, Robinson, Landry, der Draft - Möglichkeiten gibt es mehr als genug. Das neue, um ein Vielfaches kreativere und Quarterback-freundlichere Scheme in Chicago hilft Trubisky dabei, den nächsten Schritt zu machen - und die Defense ist ohnehin in der oberen Hälfte anzuordnen. Die Bears sind auf einem guten Weg.

Wichtigster Free Agent: Cornerback Kyle Fuller

Seite 2: Die NFC East

NFC East

Philadelphia Eagles (13-3)

Die Story: Wie bleibt man ganz oben? Die Eagles sind Super-Bowl-Champion und für die Zukunft vielleicht besser aufgestellt als jedes andere NFL-Team. Dafür gibt es mehrere Gründe: Dieses Team ist über die Offensive und die Defensive Line aufgebaut und geprägt, an dieser Philosophie ändert sich nichts. Mit Carson Wentz hat man einen Franchise-Quarterback, der nach Verletzung zurückkehrt und das Receiving-Corps ist jung - eine Bilderbuch-Situation. Die spannendste Frage rund um Philly vor dem Start der Free Agency: Was passiert mit Nick Foles? Nach den glänzenden Auftritten im Championship Game und vor allem im Super Bowl hat er sich möglicherweise für andere Teams auf Quarterback-Suche interessant gemacht.

Die Prognose: Die Eagles bekommen einige solide, aber keine spektakulären Angebote - und behalten Nick Foles. Das erlaubt es ihnen, bei Carson Wentz' Rückkehr vorsichtig zu sein und nichts zu überstürzen. Im Draft wird die Linebacker-Position priorisiert, da hier gleich mehrere Starter auslaufende Verträge haben.

Wichtigster Free Agent: Cornerback Patrick Robinson

Dallas Cowboys (9-7)

Die Story: Massiv enttäuschende Saison unter dem Strich für Dallas. Nach dem Bilderbuch-Jahr 2016 sollte der Trend weiter nach oben gehen - stattdessen gab es einige empfindliche Dämpfer. Das betraf vor allem die Offense: Dak Prescott spielte nicht gut, die Ausfälle von Tyron Smith und Ezekiel Elliott gaben Dallas mehr Schlagseite als erwartet. Auch die Play-Designs und das Receiving-Corps waren riesige Probleme in Big D.

Die Prognose: Dallas findet einen neuen Nummer-1-Receiver im Draft oder der Free Agency, so dass Dez Bryant künftig gegen Nummer-2-Cornerbacks agieren kann - und Terrance Williams signifikant weniger Snaps erhält. Soll die neue Nummer-1-Option in der Free Agency kommen, muss Bryant allerdings einer Gehaltsreduzierung zustimmen. Ein schwieriges Thema. Die linke Seite der Offensive Line dürfte ebenfalls einige Veränderungen erfahren. Das gibt Prescott wieder neue Möglichkeiten und führt die Cowboys wieder ins Feld der Playoff-Anwärter. Lawrence erhält den Franchise Tag, sollte es keine Einigung geben.

Wichtigster Free Agent: Defensive End DeMarcus Lawrence

Washington Redskins (7-9)

Die Story: Die Quarterback-Situation - und die Defense. Washington hat die Situation um Kirk Cousins über die letzten Jahre sukzessive gegen die Wand gefahren, allerdings zumindest eine vorerst gute Notlösung gefunden: Der Trade für Alex Smith gibt Washington für die nächsten zwei, vielleicht drei Jahre eine Quarterback-Option etwa auf Augenhöhe mit Cousins. Das allerdings kostete neben einem Drittrunden-Draft-Pick vor allem Cornerback Kendall Fuller. So stellt sich die Frage, wie die Offense 2018 insgesamt aussehen wird: Washington hat noch immer eine sehr gute Line, muss insbesondere im Receiver-Corps aber dringend nachbessern.

Die Prognose: Smith sollte hinter Washingtons guter Offensive Line funktionieren, dafür aber braucht Washington mindestens noch einen Outside-Receiver. Defensiv droht nach Fuller mit Bashaud Breeland (Vertrag läuft aus) ein weiterer Cornerback-Abgang, während in der Front unter anderem Zach Brown, Trent Murphy und Junior Galette ebenfalls auslaufende Verträge haben. Alle Verteidiger wird Washington nicht halten können und so laufen die Redskins in einer potentiell sehr guten Division Gefahr, abgehängt zu werden.

Wichtigster Free Agent: Inside Linebacker Zach Brown

New York Giants (3-13)

Die Story: Die vergangene Saison war wahrlich eine zum Vergessen im Big Apple: Diverse interne Brandherde und Streitigkeiten, Verletzungspech, das Debakel um Eli Manning - wenig überraschend wurde die Reißleine gezogen und sowohl Head Coach Ben McAdoo als auch General Manager Jerry Reese entlassen. New York kommt so gerade offensiv mit einem neuen Gesicht daher und es wird spannend sein zu sehen, wie das Scheme von Pat Shurmur mit dem glänzend besetzten Giants-Receiving-Corps funktioniert.

Die Prognose: Odell Beckham kehrt nach auskurierter Verletzung zurück und bildet mit Sterling Shepard und Evan Engram ein brandgefährliches Receiving-Trio. Das wird vorerst weiterhin von Eli Manning bedient, der in die 2018er Saison als Starter geht - und von Shurmur profitiert. Mannings Nachfolger draften die Giants mit dem zweiten Pick, während die Defense unter James Bettcher flexibler und aggressiver wird. Die erste große interne Aufgabe der neuen Team-Führung ist der 2019 auslaufende Vertrag von Beckham.

Wichtigster Free Agent: Guard Justin Pugh

Seite 3: Die NFC South

NFC South

New Orleans Saints (11-5)

Die Story: Wollte man der Saints-Saison 2018 einen Titel geben, wäre etwas wie "Ein letztes Hurrah" wohl nicht unpassend. New Orleans hatte in dieser Saison eine glänzende Rookie-Klasse sowie eine merklich verbesserte Defense, was die Saints zu einem ernsthaften Titelkandidaten machte - bis ihnen das Wunder von Minnesota zum Verhängnis wurde. New Orleans oberste Aufgabe wird es sein, den Cap halbwegs vernünftig zu gestalten und dabei dennoch einen neuen Vertrag mit Drew Brees hinzubekommen.

Die Prognose: Brees will die Saints und Sean Payton nicht verlassen und umgekehrt brauchen die Saints ihren Hall-of-Fame-Quarterback, um 2018 nochmals anzugreifen. Das Team ist mit Kamara und Ingram, Thomas, der starken Offensive Line, Cam Jordan, Marshon Lattimore und Co. auf beiden Seiten des Balls sehr gut besetzt. New Orleans fokussiert sich - neben der Brees-Situation - auf gezielte Verstärkungen etwa im Pass-Rush. So wird in der kommenden Saison nochmal ein ernsthafter Run auf den Titel angepeilt.

Wichtigster Free Agent: Quarterback Drew Brees

Carolina Panthers (11-5)

Die Story: Kann die Offense den nächsten Schritt machen? Nachdem die Panthers zunächst Newtons Rolle als Runner limitieren wollten, wurde dieser Plan im Laufe der Saison über Bord geworfen. Newtons Fähigkeiten im Run Game sind ein elementarer Part der Panthers-Offense, den man nicht einfach streichen kann. Das hat die 2017er Saison einmal mehr klar gemacht. Die große Frage wird sein: Sieht der neue Offensive Coordinator Norv Turner das auch so? Und auf der anderen Seite des Balls: Wie verkraften die Panthers den Abgang von Defensive Coordinator Steve Wilks?

Die Prognose: Die Panthers haben in beiden Lines einige schwierige Personalentscheidungen zu treffen: Gibt man Guard Andrew Norwell den teuren Vertrag, den er in der Free Agency verlangen wird? Was wird aus Star Lotulelei und Julius Peppers? Die zentrale Frage aber betrifft Newton und die Offense. Turners Deep-Dropback-Game sollte Newton liegen, doch ob Turner seinen Quarterback auch gezielt und konstant als Runner einsetzen wird, ist eine völlig offene Frage.

Wichtigster Free Agent: Guard Andrew Norwell

Atlanta Falcons (10-6)

Die Story: Wie kommt die Offense zurück in die Spur? Atlanta erlebte einen harten Fall von der Rekord-Offensive unter Kyle Shanahan hin zu Steve Sarkisian. Head Coach Dan Quinn erklärte längst, dass Sarkisian sein Offensive Coordinator bleibt - jetzt muss der zeigen, dass er aus seiner ersten Saison in Atlanta die richtigen Schlüsse zieht und die Offense wieder effizienter macht.

Die Prognose: Sarkisian wird genau das tun und sich - neben dem Vorjahres-Tape - abermals mit Shanahans Tape befassen. Den Eindruck bekam man schon im Laufe der Vorsaison, was unter anderem dazu führen könnte, dass die Running Backs eine größere Rolle im Passspiel erhalten.

Wichtigster Free Agent: Defensive End Adrian Clayborn

Tampa Bay Buccaneers (5-11)

Die Story: Jameis Winstons Entwicklung. Das Muster ist unverkennbar: Wer keinen der Elite-Quarterbacks hat, bei dem steht der Quarterback und dessen Entwicklung auf der Prioritäten-Liste meist ganz weit oben. Die Bucs sind hier keine Ausnahme, Winston zeigte in dieser Saison einmal mehr die gleichen altbekannten Probleme und die Aufrüstung in der Offseason davor konnte das ebenfalls nicht verhindern. Tampa muss zwei Dinge in der jetzt anstehenden Offseason schaffen: Die Offense muss besser um Winstons Fähigkeiten herum aufgebaut werden, um ihm in seiner Entwicklung zu helfen (dazu gehört kein ausgeprägtes Deep-Passing-Game), und defensiv muss um jeden Preis in den Pass-Rush investiert werden.

Die Prognose: Tampa hat jede Menge Cap Space (über 60 Millionen Dollar) und sollte dementsprechend auch hier aktiv werden, insbesondere im Pass-Rush. Das eigene Backfield sollte vielseitiger besetzt sein, Doug Martin könnte beispielsweise ersetzt werden. Auch in der Offensive Line besteht Nachholbedarf.

Wichtigster Free Agent: Cornerback Brent Grimes

Seite 4: Die NFC West

NFC West

Los Angeles Rams (11-5)

Die Story: Die Rams haben unter Sean McVay - trotz des schnellen Playoff-Aus - einen Bilderbuch-Turnaround hingelegt, den so niemand erwartet hatte. Jetzt gilt es, darauf aufzubauen. Und einige Baustellen hierfür sind klar: Mit Sammy Watkins, John Sullivan, Trumaine Johnson und Lamarcus Joyner haben die Rams mehrere wichtige Spieler mit auslaufenden Verträgen. Die Offensive Line ist dabei ein ganz wichtiger Aspekt, um Jared Goff - dringend notwendig - weiter zu unterstützen: Sullivan ist Free Agent, Andrew Whitworth 36 Jahre alt. Die Rams müssen eher früh als spät an ihre Offensive Line denken.

Die Prognose: Tavon Austin steht in L.A. vor dem Aus, auch McVay fand keine vernünftige Rolle für den Receiver. Bei Watkins könnte das anders sein: Der ist erst 24 Jahre alt und hat immenses Potential, das zumindest phasenweise sichtbar wurde. Der Franchise Tag ist hier eine gute Option. Trumaine Johnson wird in diesem Szenario nicht gehalten, der defensive Fokus für einen neuen Deal ruht auf Lamarcus Joyner.

Wichtigster Free Agent: Defensive Back Lamarcus Joyner

Seattle Seahawks (9-7)

Die Story: Bei den Seahawks stellt sich ehrlicherweise die Frage: Wo anfangen? Defensiv laufen die Verträge von Sheldon Richardson, Byron Maxwell, DeShawn Shead und Brad McDougald aus, Michael Bennett sprach bereits offen darüber, dass seine Zukunft möglicherweise nicht in Seattle ist und Coach Pete Carroll bestätigte vor einigen Wochen, dass Kam Chancellor und Cliff Avril ihre Karrieren unter Umständen verletzungsbedingt vorzeitig beenden müssen. Richard Sherman kommt derweil von einem Achillessehnenriss zurück. Offensiv dürften Jimmy Graham und Luke Joeckel das Team verlassen, während beide Coordinator neu sind. Kurzum: Seattle steht vor einem größeren Umbruch.

Die Prognose: Die Seahawks haben noch immer viel Qualität mit Spielern wie Thomas, Wagner, Wright, Griffin, Clark und Reed sowie natürlich Wilson, Baldwin, Lockett und Brown auf der offensiven Seite. Defensiv werden die Seahawks einige der Säulen halten können, während offensiv alles gespannt darauf schaut, ob Schottenheimer Wilson endlich ein vernünftiges Scheme zur Seite stellen kann. Seattle wird sich dafür auch im Backfield verbessern müssen, die Offense sollte aber in jedem Fall ausbalancierter daherkommen.

Wichtigster Free Agent: Defensive Tackle Sheldon Richardson

Arizona Cardinals (8-8)

Die Story: Wenn die Seahawks vor einem Umbruch stehen - was soll man dann über Arizonas Offense sagen? Mit den Rücktritten von Head Coach Bruce Arians sowie von Quarterback Carson Palmer ist eine zentrale Achse bereits weg gebrochen, die Cardinals stehen aktuell zum Start des neuen Liga-Jahres komplett ohne Quarterback da. Im WR-Corps laufen die Verträge von Jaron Brown und John Brown aus, in der O-Line sind die Guards Alex Boone und Earl Watford ohne Vertrag für 2018, genau wie Running Back Kerwynn Williams und Tight End Troy Niklas. Darüber hinaus ist noch offen, ob Larry Fitzgerald weiter macht. Unter dem Strich haben die Cards offensiv für die mittelfristige Zukunft exakt zwei Fixpunkte: Running Back David Johnson und Left Tackle D.J. Humphries. Alles andere ist unter dem neuen Offensive Coordinator Mike McCoy jetzt vorerst im Fluss.

Die Prognose: Der neue Head Coach Steve Wilks wird auch an der Defense schrauben, die möglicherweise von der 3-4 zur 4-3 wechselt. Das bringt die Cardinals in den Markt für Defensive Linemen und Linebacker. Fitz hängt wohl noch ein Jahr dran, so scheint die Tendenz jedenfalls. Gleichzeitig wird Arizona auf dem Quarterback-Markt eines der aggressiveren Teams sein - und diese Vorgehensweise mit Blick auf den Quarterback auch im Draft fortsetzen.

Wichtigster Free Agent: Cornerback Tramon Williams

San Francisco 49ers (6-10)

Die Story: Der neue Vertrag für Jimmy Garoppolo überschattet in San Francisco selbstverständlich alles - gleichzeitig sollten Niners-Fans sich hier keine allzu großen Sorgen machen. Übereinstimmenden Berichten zufolge machen beide Seiten merkliche Fortschritte, beide wollen den Deal. Natürlich würde Garoppolo notfalls den Franchise Tag erhalten, aber es gibt berechtigten Grund zu der Hoffnung, dass das nicht notwendig sein wird.

Die Prognose: San Francisco geht mit einer glänzenden Ausgangslage in die Offseason. Mit dem noch immer überraschenden Trade für Garoppolo hat man mal eben seinen Franchise-Quarterback gefunden, was den Niners im Draft totale Flexibilität gibt. Gleichzeitig hat San Francisco jede Menge Cap Space und kann so im März und dann im April noch immer vorhandene Baustellen in der Secondary genauso angehen wie weitere Verstärkungen für die Offense: Mit Daniel Kilgore und Brandon Fusco haben zwei Starting-Linemen auslaufende Verträge, generell braucht die Line Upgrades. Auch im Backfield könnte einiges passieren, wo der Vertrag von Carlos Hyde ausläuft, und das Wide-Receiver-Corps wird definitiv ebenfalls Verbesserungen erhalten.

Wichtigster Free Agent: Quarterback Jimmy Garoppolo.

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