Trump droht mit "höllenmäßigen" US-Strafzöllen gegen China

Nach der Ankündigung neuer Strafzölle von Donald Trump hat Chinas Außenminister Wang Yi diese verurteilt. "Eine Erhöhung der Zölle ist definitiv keine konstruktive Maßnahme zur Lösung der Wirtschafts- und Handelsspannungen, keine korrekte Maßnahme", sagte er am Freitag im chinesischen Fernsehen am Rande des ASEAN-Außenministertreffens in Thailand.

Es war die erste offizielle Reaktion Chinas, seit US-Präsident Donald Trump am Vortag neue Strafzölle von 10 Prozent auf chinesische Güter im Wert von 300 Milliarden Dollar angekündigt hatte. 

Die US-Börse hatte mit Verlusten auf die Ankündigung weiterer Strafzölle reagiert. Der Dow Jones Industrial verlor 1,05 Prozent und stand am Donnerstagabend bei 26 583,42 Punkten. Ab September werden damit Chinas gesamte Importe in die USA - 2018 waren es rund 540 Milliarden Dollar - von Strafzöllen erfasst.

"Höllenmäße" Strafzölle

Trump sagte, die neu verhängten Strafzölle könnten weiter angehoben oder wieder gestrichen werden, alles hänge vom Verlauf der weiteren Verhandlungen ab. Die jüngsten Gespräche zwischen den USA und China um ein Handelsabkommen waren am Mittwoch in Shanghai offenbar ohne Ergebnis zu Ende gegangen.

Auf einer Wahlkampfveranstaltung hatte Trump auch mit "höllenmäßigen Strafzöllen" gedroht.

Nicht nur die Wall Street reagierte auf den eskalierenden Handelskonflikt mit Verlusten. Weltweit verdüstert der Streit zwischen den USA und China die Wirtschaftsperspektiven. Der IWF hatte schon vor der Ankündigung der neuen Strafzölle die Prognosen nach unten korrigiert.