"Nichts zu verbergen": Pandora Papers sorgen für Erklärungsnot

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Nach den brisanten Enthüllungen der sogenannten "Pandora Papers" sind Betroffne in aller Welt um Schadensbegrenzung bemüht.

Hunderte Politiker, Amtsträger, Firmenvorstände und Prominente sollen jahrelang Finanzdienstleister genutzt haben, um ihre Vermögen und Wertgegenstände zu verstecken. Das geht aus den Recherchen des Internationalen Netzwerks investigativer Journalisten (ICIJ) hervor.

"Es gibt nichts zu verbergen"

Jordaniens König Abdullah II. beispielsweise soll für Anwesen in den USA und Großbritannien zwischen 2003 und 2017 mehr als 100 Millionen Dollar ausgegeben und dafür ein "umfassendes Netzwerk an Offshore-Konten genutzt" haben.

Der jordanische Monarch drohte nach den Veröffentlichungen am Montag mit rechtlichen Schritten. Leider gebe es eine Kampagne gegen Jordanien und offenbar Personen, die die Beziehungen sabotieren und Misstrauen schüren wollten. Es gebe nichts zu verbergen.

"Unbegründete Behauptungen"

Auch der chilenische Präsident Sebastián Piñera, der über eine Briefkastenfirma auf den britischen Jungferninseln in ein umstrittenes Minenprojekt im Norchen Chiles verwickelt ist, wies jeglichen Vorwurf eines Interessenskonflikts von sich. Weder seine Familie noch er besäßen Investmentgesellschaften im Ausland.

Der Name des russischen Präsidenten wird in den Pandora Papers nicht direkt erwähnt, dafür Personen mit Nähe zum russischen Machtapparat, die über geheime Vermögenswerte in Monaco verfügten. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sprach von "unbegründeten Behauptungen".

Es sei nicht klar, wie man diesen Informationen trauen könne, noch worauf sie beruhten. Und natürlich sei dies kein Grund, irgendwelche Untersuchungen einzuleiten.

EU-Liste der Steueroasen

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte in einer ersten Reaktion auf die Enthüllungen, die auch EU-Politiker betreffen, die EU müsse Steuerhinterziehung noch stärker bekämpfen.

"Wir haben in der Europäischen Union einige der höchsten Steuertransparenzstandards der Welt. Aber wie wir sehen, ist das nicht genug. Es ist mehr Arbeit nötig."

Dabei gibt es eine EU-Liste der Steueroasen, die sich nun als unvollständig erweist. Und von der die EU-Finanzminister eigentlich mehrere Staaten streichen wollten.

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