Niederländische Polizei nimmt mutmaßlichen Shebab-Extremisten fest

Die niederländische Polizei hat nach einem Geheimdiensthinweis ein mutmaßliches Mitglied der islamistischen Shebab-Miliz aus Somalia festgenommen. Der Verdächtige sei bereits am vergangenen Mittwoch in Sint-Oedenrode nahe Eindhoven gefasst worden, teilten die Justizbehörden am Dienstag mit. Informationen des niederländischen Geheimdienstes AIVD zufolge sei der 22-Jährige seit dem vergangenem Jahr ein "aktives Mitglied der Terrororganisation Shebab im südlichen Somalia" gewesen.

Die Zeitung "Eindhovens Dagblad" berichtete, der Festgenommene besitze sowohl die niederländische als auch die somalische Staatsbürgerschaft und habe für mehrere Jahre in Großbritannien gelebt. Das mutmaßliche Shebab-Mitglied wurde nach der Festnahme am Mittwoch wegen des Vorwurfs der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung einem Richter vorgeführt und befindet sich seitdem in Polizeigewahrsam.

Die niederländischen Behörden sind seit den Terroranschlägen in Paris im November 2015 und in Brüssel im März 2016 in erhöhter Alarmbereitschaft. Im vergangenen Dezember nahmen die Ermittler einen mutmaßlichen Dschihadisten in Rotterdam fest und beschlagnahmten bei ihm ein Kalaschnikow-Sturmgewehr und vier Pakete mit illegalem Feuerwerk.

Die islamistische Shebab-Miliz kämpft in Somalia mit Gewalt für die Errichtung eines islamischen Gottesstaates. Vor einigen Jahren konnte die Miliz von Regierungssoldaten und einer Truppe der Afrikanischen Union aus der Hauptstadt Mogadischu vertrieben werden. Allerdings kontrollieren die Rebellen immer noch einige ländliche Regionen und verüben regelmäßig Anschläge. Am 11. Mai ist die Lage in Somalia Thema einer Konferenz in London.

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