Niederländische Untersuchung: Großveranstaltungen diesen Sommer möglich

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ESC in Rotterdam

Großveranstaltungen wie Konzerte könnten einer niederländischen Untersuchung zufolge trotz andauernder Corona-Pandemie bereits in diesem Sommer ohne größere Einschränkungen wieder möglich sein. Nach Auswertung der 24 Pilotveranstaltungen mit insgesamt 60.000 Besuchern halte er es für möglich, dass "viele Festivals stattfinden, sogar bei maximaler Auslastung", sagte Pieter Lubberts von der Initiative Fieldlab der Nachrichtenagentur AFP.

Nach mehreren Lockdowns und mehr als einem Jahr ohne auch nur ein einziges Großevent hatten die Veranstaltungsbranche und die niederländische Regierung das Projekt Fieldlab gegründet. Im Rahmen des Projekts wurden zwischen Februar und Mai 2021 mehrere Großveranstaltungen organisiert und von Wissenschaftlern begleitet, darunter Fußballspiele und der Eurovision Song Contest (ESC) in Rotterdam.

Aus den gewonnenen Daten der Feldexperimente entwickelten die Autoren der Untersuchung eine Risiko-Matrix - je nach Art der Veranstaltung und der Infektionslage. Für jede "Risiko-Stufe" wurden Hygienemaßnahmen aufgestellt.

Fieldlab kommt zu dem Schluss, dass bei sich verbessernder Infektionslage wenige Sicherheitsvorkehrungen - wie die Vorlage eines negativen PCR-Tests und eine gute Kommunikation - für Großveranstaltungen ausreichten. "Wir haben nach alternativen Vorsichtsmaßnahmen gesucht, damit das Abstandhalten nicht nötig ist, aber Veranstaltungen trotzdem völlig sicher organisiert werden können", sagte Lubberts.

Die Auswertung der Pilotveranstaltungen macht keine Angaben zur Zahl der womöglich dort erfolgten Ansteckungen. Nach Angaben der Organisatoren wurden aber das Verhalten und die Zahl der Kontakte unter den Teilnehmern ausgewertet.

Teil des Feldexperiments war auch der diesjährige ESC. 3500 vorher getestete Zuschauer konnten die sechs Generalproben, die beiden Halbfinals und das Finale live in Rotterdam verfolgen. Die Halle war damit etwa zu 20 Prozent ausgelastet. Im vergangenen Jahr war der Wettbewerb wegen der Corona-Pandemie zum ersten Mal in seiner Geschichte abgesagt worden.

ut/ck