Niederländischer Richter stoppt vorläufig Transfer von Delfinen nach China

·Lesedauer: 1 Min.
In Freiheit lebende Delfine (AFP/Saeed KHAN)

Ein niederländischer Richter hat am Dienstag einen geplanten Transfer von acht Delfinen, zwei Walrossen und zwei Seelöwen nach China per einstweiliger Verfügung gestoppt. Die Tierschutzorganisation Sea Shepherd und örtliche Tierschützer hatten bei einem Gericht in Amsterdam einen Eilantrag gegen ein Delfinarium gestellt, um den Transport der Meeressäuger nach Südchina aufzuhalten.

"Wenn sie beschließen, diese Tiere nach China zu exportieren, geht es ihnen nicht um deren Wohlergehen", erklärten die Tierschützer von House of Animals auf ihrer Website. Die Delfine, Walrosse und Seelöwen sollten im Hainan Ocean Paradise für "kommerzielle Zwecke" Menschen unterhalten. Zudem entstehe durch den Ortswechsel Stress für die Tiere, diese würden aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen und zudem "werden die Tiere an einem Ort sein, der schlimmer ist als der vorherige".

Auch gegen die niederländische Regierung, die den Tiertransport genehmigte, gingen die Tierschützer juristisch vor. Die Regierung habe eine "Pflicht", das Wohlergehen der Tiere sicherzustellen, kritisierten sie.

Der Tiertransport werde ausgesetzt, bis die Klage gegen die Regierung entschieden sei, teilte das Amsterdamer Regionalgericht mit. Das Delfinarium dürfe die Exportlizenz nicht nutzen, bis eine Entscheidung getroffen sei.

"Wir sind extrem glücklich mit dieser Entscheidung und haben volles Vertrauen, dass die Richter entscheiden werden, dass diese Exportgenehmigungen niemals hätten erteilt werden dürfen", sagte Karen Soeters, Sprecherin von House of Animals.

Es wird erwartet, dass das Delfinarium Widerspruch einlegt. Bei einer Anhörung am 23. November sollen die Richter über die Gültigkeit der Exportlizenz entscheiden.

Das Delfinarium in der niederländischen Stadt Harderwijk ist einer der größten europäischen Themenparks für Meerestiere. Seit seiner Eröffnung 1965 lockte er Millionen Besucher an.

ck/

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.