Niederlage gegen Joshua: Warum Wladimir Klitschko jetzt dringend abtreten sollte

Wladimir Klitschko kann auch mit 41 Jahren noch Topleistungen bringen, doch Anthony Joshua ist er nícht gewachsen, meint Björn Jensen.

Vor dem Duell der Schwergewichtsboxer Anthony Joshua und Wladimir Klitschko lag der Reiz besonders darin, dass viele offene Fragen beantwortet werden sollten. Nun ist der Kampf Geschichte, und tatsächlich hat er all das gehalten, was er versprochen hat. Es war ein sportlich hochklassiges und dramatisches Treffen zweier Olympiasieger, die einander gebraucht hatten, um das Beste aus sich herauszuholen.

Hätte man sich einen Nachfolger für den mit seiner bedächtigen Kampfführung nicht immer interessanten, aber dennoch über mehr als eine Dekade dominanten Ukrainer bauen müssen, er wäre so wie Joshua zusammengestellt worden. Ein Modellathlet mit enormer Schlagkraft und psychischer Härte, zudem des geschliffenen Wortbeitrags ebenso mächtig wie auf dem Feld der Selbstvermarktung einsetzbar. Kurz: Ein Mann mit Sportsgeist und dem richtigen Maß an Showtalent und Verantwortungsbewusstsein für seinen Sport. Dass ein Kampf, der vor, während und nach seiner Durchführung ohne jegliche Verbalinjurien zwischen den beiden Protagonisten auskommen konnte, 90.000 Menschen in ein Stadion und viele Millionen vor die Fernsehschirme gezogen hat, ist ein wichtiges Zeichen für das Berufsboxen allgemein.

Was Wladimir Klitschko angeht, bleibt festzuhalten, dass er mit diesem Kampf mehr gewonnen als verloren hat. Seinen Kritikern hat er bewiesen, dass er aggressiv boxen, schwere Treffer überstehen und auch im Alter von 41 Jahren noch Höchstleistung bringen kann. Es war im 69. Profikampf zwar seine fünfte Ni...

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