Warum die größten Menschen der Welt 1 cm kleiner geworden sind

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Die Welt schaut zu den Niederlanden auf. Denn dort leben die durchschnittlich größten Menschen: Frauen in den Niederlanden messen im Mittel 1,70 Meter, Männer noch 14 Zentimeter mehr. Doch das Statistikamt des Landes hat festgestellt: Die niederländische Bevölkerung schrumpft. Niederländische Frauen, die im Jahr 2001 geboren wurden, sind durchschnittlich 1,4 Zentimeter kleiner als 1980 geborene - und Männer einen Zentimeter. Woran liegt das?

Gert Stulp, Soziologe an der Universität Groningen, erläutert einen Grund: „Es gibt eine zunehmende Anzahl an Menschen, die aus nicht-westlichen Ländern eingewandert sind und im Allgemeinen kleiner sind als der niederländische Durchschnitt. Deren Kinder sind dann im Schnitt ebenfalls kleiner."

Dass die Menschen in den Niederlanden derzeit - vielleicht noch - die größten der Welt sind, liege unter anderem an der Gesundheitsversorgung und der Ernährung - vor allem Milchprodukte spielen hier eine Rolle, meint die Wissenschaft.

Körpergröße nicht unbedingt ein Vorteil

„Wenn ich jetzt in den Niederlanden herumlaufe, sehe ich junge Menschen, die wirklich viel größer sind als ich. Und ich habe keine Probleme damit. Und darüber war ich schon überrascht. Denn vor 40 Jahren hat man nicht so viele gesehen", sagt Hellen Keuken, die Vorsitzende des Vereins großer Menschen in den Niederlanden. Sie selbst misst 1,90 Meter. Ist eine außergewöhnliche Körperhöhe von Vorteil? Ihr Klubkamerad Nico Verhoef meint: „Ich sehe da nicht viele Vorteile. Nur wenn ich in einer überfüllten Gegend unterwegs bin, kann mich meine Frau sofort finden."

Nicht Niederländer, sondern US-Amerikaner war übrigens der größte Mensch, der jemals gelebt hat: Robert Wadlow maß 2,72 Meter. Er starb 1940.

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