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Niederschläge fehlen: Historische Dürre in Katalonien verschärft sich

Regenmangel verschärft die historische Dürre in Katalonien. Die derzeitige Dürre sei "in Bezug auf Dauer und Intensität die schlimmste" seit Beginn der örtlichen Aufzeichnungen vor 100 Jahren, sagte der regionale Umweltminister Mascort. (Josep LAGO)
Regenmangel verschärft die historische Dürre in Katalonien. Die derzeitige Dürre sei "in Bezug auf Dauer und Intensität die schlimmste" seit Beginn der örtlichen Aufzeichnungen vor 100 Jahren, sagte der regionale Umweltminister Mascort. (Josep LAGO)

Regenmangel verschärft die historische Dürre in Katalonien. Die derzeitige Dürre sei "in Bezug auf Dauer und Intensität die schlimmste" seit Beginn der örtlichen Aufzeichnungen vor 100 Jahren, sagte der regionale Umweltminister David Mascort am Dienstag. "Es ist ein sehr kritischer Moment." Es sei "wichtig, dass wir die Dringlichkeit der Situation erkennen". Die Regionalregierung erwägt inzwischen sogar, Wasser mit Schiffen nach Barcelona zu bringen.

In der Region im Nordosten Spaniens, in der fast acht Millionen Menschen leben, regnet es seit 36 Monaten weniger als normalerweise. Der Füllstand der Reservoirs, in denen Regenwasser für die Verwendung in den trockeneren Monaten gespeichert wird, ist weiter gesunken. Er liegt offiziellen Statistiken zufolge bei gerade einmal knapp 19 Prozent der Kapazität - landesweit sind es im Schnitt 43,7 Prozent. Meteorologen gehen von weiter ausbleibenden Niederschlägen aus.

Die Bevölkerung wurde aufgerufen, Wasser zu sparen. Die Regionalregierung kündigte am Dienstag neue Beschränkungen an. Davon sind jedoch nur Verbraucher mit einem überdurchschnittlichen Wasserverbrauch betroffen.

Die katalanische Regionalregierung erwägt nach eigenen Angaben bei einer Verschärfung der Situation, Schiffe einzusetzen, um Wasser nach Barcelona zu bringen. Dies hatte sie bereits bei einer schweren Dürre im Jahr 2008 erwogen.

Spanien erlebt seit 2021 eine außergewöhnliche Dürreperiode. Besonders betroffen sind Katalonien und der Süden des Landes.

mhe/mid