Niemand griff ein: Tötung auf offener Straße im Adria-Urlaubsort

Die Tötung eines schwarzen Straßenhändlers in einer Einkaufsstraße im Urlaubsort Civitanova Marche hat in Italien Entsetzen ausgelöst - vor allem darüber, dass niemand dem 39-jährigen Nigerianer zu Hilfe kam.

Der mutmaßliche Täter, ein 32-jähriger Italiener, wurde festgenommen. Zwischen den Männern war es offenbar zum Streit gekommen, als der Nigerianer nach Geld fragte. Dann eskalierte die Prügelei. Wie auf dem Video zu hören ist, äußerten sich mehrere Augenzeugen fassungslos, griffen aber nicht ein.

Der Vorsitzende der Demokratischen Partei, Enrico Letta, schrieb, der Mord mache fassungslos. Er kritisierte eine nie dagewesene Grausamkeit und eine weit verbreitete Gleichgültigkeit. Es könne keine Rechtfertigung geben. Man dürfe jetzt nicht weitermachen und vergessen.

Matteo Salvini, Parteisekretär der rechtspopulistischen Lega, kommentierte, niemand dürfe auf diese Art sterben. Öffentliche Sicherheit müsse ein Rechtsanspruch werden.

Der Tatverdächtige soll sein Opfer verfolgt, mi dessen Krücke zu Fall gebracht und dann mehrfach geschlagen haben. Danach entfernte er sich mit dem Handy des Opfers vom Tatort, einer belebten Einkaufsstraße in dem Badeort an der Adria. Dann wurde er festgenommen.

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