"Niemand hörte wirklich auf ihn" - Wie mächtig war Al-Sawahiri noch?

Dass sich einer der meistgesuchten Männer der Welt möglicherweise jahrelang in Afghanistan versteckt hielt, wirft Fragen zur Qualität des international en Anti-Terror-Einsatzes in dem Land auf. Der UN-Sicherheitsrat hatte oft über Verflechtungen zwischen Al-Kaida und den Taliban berichtet.

Professor Natasha Lindstaedt von der britischen Universität Essex sagte dazu: "Sawahiri im Besonderen, aber auch Al-Kaida im Allgemeinen haben eine sehr enge Beziehung zu den Taliban. Sie stehen sich sehr nahe. Es haben Ehen stattgefunden. Diese Beziehung geht sehr tief, und es ist nicht nur eine Beziehung der Bequemlichkeit. Sie steht im Gegensatz zur Beziehung der Taliban zum Islamischen Staat. Das sind wirklich Todfeinde."

Die Taliban verurteilten den Angriff in Kabul, ohne Aiman al-Sawahiri beim Namen zu nennen oder seine Tötung zu erwähnen. Sein Einfluss schien wie der seiner Miliz zu schwinden.

"Nicht mehr die Kraft von einst"

Natasha Lindstaedt erläuterte: "Al-Kaida ist nicht mehr die kämpferische Kraft, die sie einmal war. Auf dem Höhepunkt ihrer Macht war Al-Kaida eine unglaubliche Bedrohung, nicht nur für den Nahen Osten und die Region, sondern natürlich auch für den Westen, denn sie waren auf dem Weg, biologische Waffen herzustellen. Aber seither haben sie wirklich keinen Einfluss mehr. Und der Aufstieg des Islamischen Staates hat das bewiesen. Als Sawahiri versuchte, die Dinge in Syrien in den Griff zu bekommen und seine Schwesterorganisation, die Al-Nusra-Front, anzuweisen, das zu tun, was er wollte, hörte niemand wirklich auf ihn."

Eine US-Regierungsvertreterin sagte, der Angriff auf Al-Sawahiri sei über Monate vorbereitet worden. Im Laufe des Jahres hätte man erfahren, dass seine Familie in ein Haus in der Kabuler Innenstadt gezogen seien

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