Niki-Insolvenzverwalter kündigt Schritte gegen Gerichtsentscheid in Österreich an

Der Unternehmer Niki Lauda hat nach dem Zuschlag im Bieterrennen um die insolvente österreichische Airline Niki den betroffenen Mitarbeitern eine Perspektive versprochen

Im Streit um die Zuständigkeit für das Insolvenzverfahren für die österreichische Airline Niki hat der Insolvenzverwalter Lucas Flöther am Freitag rechtliche Schritte angekündigt. Er hatte in Österreich ein sogenanntes Sekundär-Insolvenzverfahren beantragt - das zuständige Landesgericht in Korneuburg eröffnete dagegen ein weiteres Hauptinsolvenzverfahren, wie Flöther mitteilte. Das widerspreche der Europäischen Insolvenzordnung.

Niki ist seit Mitte Dezember pleite, nachdem der Verkauf an die Lufthansa wegen Bedenken der EU-Kommission geplatzt war. Neuer Käufer ist die spanische Billigairline Vueling, die zur britisch-spanischen IAG-Gruppe gehört. Der Verkauf stockt allerdings wegen der ungeklärten Zuständigkeit.

Flöther betonte, Kompetenzfragen seien "völlig nachrangig". Wichtig sei, dass der Kaufvertrag für Niki Rechtskraft erlange und so möglichst viele Arbeitsplätze gerettet würden. Für Niki arbeiten rund tausend Menschen. Niki prüfe daher nun die zur Verfügung stehenden rechtlichen Schritte.

Das Landesgericht Korneuburg ist zuständig, weil der Niki-Unternehmenssitz auf dem Flughafen Wien-Schwechat liegt. In Deutschland hatte sich das Amtsgericht Berlin Charlottenburg für zuständig erklärt, weil Niki zu Air Berlin gehörte. Dagegen legte das österreichische Fluggastrechteportal Fairplane Beschwerde ein, der das Landgericht Berlin auch stattgab.

Mit dem Sekundär-Insolvenzverfahren in Österreich wollte Flöther eigenen Angaben zufolge den Kaufvertrag absichern. Demnach ist das Sekundärverfahren auch ein wichtiger Schritt, um eine geordnete Abwicklung von Niki in Österreich zu gewährleisten.

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen