Dieser Nissan GT-R Rennwagen hat Heckantrieb und Straßenzulassung

feedback@motor1.com (Chris Bruce)
Nissan GT-R GT23 By JRM

Hui, das könnte wild werden. 23 Exemplare soll es geben

Trotz seines inzwischen beträchtlichen Alters ist der Nissan GT-R nach wie vor ein beeindruckender Sportwagen. Über die Jahre ist er immer wieder aufgefrischt worden und sogar eine sündhaft teure, streng limitierte Sonderedition hat man ihm kürzlich mit dem GT-R50 spendiert. Sollten Ihnen besagtes Modell noch immer nicht wild, stark und exotisch genug sein, dann probieren Sie es doch mal mit dem kommenden GT23 der JRM Group. Dieses Auto nutzt als Ausgangsbasis das GT-R GT1 Rennauto, kombiniert das Ganze aber mit einer Straßenzulassung. Das britische Unternehmen wird lediglich 23 Exemplare fertigen. Jedes davon wird 380.000 Pfund, also etwa 450.000 Euro kosten. Die Auslieferungen sollen 2020 starten.  

Noch mehr irre GT-R

Wie man bei dem Preis wohl erwarten kann, nimmt JRM massive Veränderungen am Rennwagen vor, bis er zu einem GT23 wird. Die komplette Front wird überarbeitet, was auch die Lage des Motors und des sequenziellen Sechsgang-Getriebes betrifft. Im Chassisbereich setzt man auf Doppelquerlenker-Achsen mit höhenverstellbarem Fahrwerk. Der Erbauer rühmt sich mit Querbeschleunigungen von 2g, zumindest wenn das Auto mit Slicks bestückt ist. Das wiederum würde die Straßentauglichkeit zunichte machen, also sollten Sie eventuell mit ein bisschen weniger Halt rechnen, wenn Sie morgens die Autobahneinfahrt hinunter brettern. 

Auch dieses überaus spezielle Modell verwendet Nissans VR38DETT V6, allerdings erstarkt der Motor auf 650 PS. Völlig unüblich für einen GT-R verfügt der GT23 über Hinterradantrieb. 

Verglichen mit dem GT-R GT1, den Sie in der Galerie unter diesem Absatz bewundern können, sieht der GT23 doch deutlich anders aus. JRM verbaut eine neue Haube mit riesigen Einlässen und neue Kotflügel mit Einlässen hinter den Vorderrädern. Im Heckbereich besteht eine größere Ähnlichkeit zum Rennauto, abgesehen von den beiden zentralen Auspuffendrohren. Dank jeder Menge Leichtbau soll das Fahrzeug signifikant leichter werden als ein Serien-GT-R und bei lediglich 1.275 Kilo aufschlagen.  

Das Interieur ist Rennauto pur, inklusive extrem ausgeformter Schalensitze, eines abgeflachten Lenkrads mit unzähligen Knöpfchen und digitalen Instrumenten.  

JRM nimmt aus aller Welt Bestellungen für den GT23 entgegen. Es spielt also keine Rolle, wo Sie leben, wenn Sie dieses brachiale Trumm irgendwann in Ihrer Garage parken wollen.