Nissan Qashqai: Neue Generation startet 2020 mit zwei Plug-in-Hybriden

feedback@motor1.com (Stefan Leichsenring)
2019 Nissan Qashqai 1.3 DIG-T

Der Diesel wird angeblich eingestellt

Die aktuelle Generation des Nissan Qashqai kam schon 2013 auf den Markt, eine neue Version ist also überfällig. Generation drei des Kompakt-SUVs soll im Jahr 2020 auf den Markt kommen und gleich zwei Plug-in-Hybrid-Versionen erhalten. Der Diesel wird dagegen eingestellt. Das berichtete nun die britische Auto-Website Autoexpress unter Berufung auf ein Interview mit dem Nissan-Produktstrategen Ponz Pandikuthira.

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Der neue Nissan Qashqai soll kaum größer werden als der bisherige, aber eine neue Optik erhalten. Technisch wird er wie der alte auf der Plattform CMF des Renault-Nissan-Konzerns basieren, allerdings auf einer aktualisierten Version. Die CMF-Plattform gibt es in zwei Versionen: CMF-A (Renault Kwid) und CMF-C/D (Nissan Qashqai, X-Trail, Renault Mégane, Talisman, Kadjar, Espace). Bisher wird der Qashqai mit zwei Turbobenzinern (1.3 DIG-T mit 140 oder 160 PS) und zwei Dieseln (1.5 dCi mit 115 PS und 1.7 dCi mit 150 PS) angeboten. Für den starken Selbstzünder gibt es auch Allradantrieb.

Zu den Antriebsoptionen der neuen Version sollen nach dem Bericht ein Plug-in-Hybrid-Antrieb von Mitsubishi sowie der e-Power-Antrieb gehören. Bei ersterem dürfte es sich um den Antrieb aus dem Mitsubishi Outlander Plug-in Hybrid handeln, der einen 2,4-Liter-Benziner mit zwei Elektromotoren (einer pro Achse) kombiniert. Der e-Power-Antrieb ist aus der Studie Infiniti Project Black S bekannt und kommt in Japan bereits im Nissan Note zum Einsatz. Dabei produziert ein kleiner Benzinmotor über einen Generator Strom für den Elektroantrieb. Diesel soll es im neuen Qashqai nicht mehr geben. Auch ein reiner Elektroantrieb ist für den Qashqai nicht geplant, so der Bericht. Stattdessen ist aber ein Elektro-SUV auf Basis der Studie Ariya Concept geplant. 

Ob der Qashqai mit e-Power-Antrieb aber auch nach Europa kommt ist laut Autoexpress noch nicht sicher. In Japan fährt man kaum einmal schneller als 80 bis 100 km/h, in Europa dagegen sehr wohl. „Bei diesen Geschwindigkeiten wird der Akku sehr schnell entladen. Der Range Extender muss also sehr hart arbeiten, um die Energie zu erzeugen und läuft dann nicht mit dem optimalen Wirkungsgrad“, so Nissan-Stratege Pandikuthira.

Generell ist Pandikuthira nicht sehr überzeugt von der Plug-in-Hybrid-Technik. Für den Nissan-Strategen ist das eine Brückentechnologie für wenige Jahre. Dann wären Akkus so günstig, dass nur noch Elektroautos gekauft werden, glaubt er.