Nobelpreisträger Nelson Mandela für Untersuchung im Krankenhaus

Johannesburg (dapd). Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela ist zu einer Routineuntersuchung in ein Militärkrankenhaus in der Hauptstadt Pretoria gebracht worden. Es gehe ihm gut und es gebe keinen Grund zur Sorge, teilte Präsident Jacob Zuma am Samstag mit. Ein Sprecher sagte, solche Untersuchungen seien in diesem Alter ganz normal. Der Gesundheitszustand des 94-jährigen früheren Präsidenten des Landes gilt allgemein als angeschlagen.

"Wir wünschen Madiba alles Gute", hieß es mit Blick auf Mandelas Clan-Name in der Mitteilung. "Das Ärzteteam kann mit unserer Unterstützung bei der Behandlung unseres geliebten Gründungspräsidenten des freien und demokratischen Südafrika rechnen." Zu der Art der nun vorgenommenen Tests äußerte sich Zumas Sprecher Mac Maharaj indes nicht.

Mandela ist seit Jahren nicht mehr öffentlich aufgetreten. In der Bevölkerung wird er als eine Art Vaterfigur gesehen. Daher wird jeder Krankenhausaufenthalt in der südafrikanischen Öffentlichkeit mit Sorge beobachtet.

Anfang des Jahres war der Friedensnobelpreisträger wegen Magenproblemen in einer Klinik behandelt worden. Im Januar 2011 wurde Mandela in ein Johannesburger Krankenhaus gebracht. Damals hieß es zunächst ebenfalls, er unterziehe sich lediglich einer Reihe von Untersuchungen. Später wurde bekannt, dass er an einer akuten Atemwegsinfektion litt. Während seiner 27-jährigen Haft zur Zeit der Apartheid litt er an Tuberkulose, 1985 wurde er an der Prostata operiert.

Mandela wurde 1994 der erste schwarze Präsident Südafrikas. Später zog er sich aus dem öffentlichen Leben weitgehend zurück. Zuletzt trat er im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 öffentlich in Erscheinung.

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