Noch keine Lösung zur Versorgung von Bedürftigen mit medizinischen Masken

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FFP2-Masken

Die von Bundessozialminister Hubertus Heil (SPD) angekündigte Unterstützung für Bedürftige bei der Beschaffung medizinischer Masken lässt auf sich warten. Am Mittwoch sprach das Bundeskabinett über das Thema, ohne aber einen Beschluss zu fassen, wie Vizeregierungssprecherin Ulrike Demmer in Berlin sagte. Derzeit sei geplant, dass die Masken in Apotheken an Bezieher von Grundsicherung - also etwa Hartz IV - abgegeben werden.

Heil hatte in der vergangenen Woche gesagt, "die Versorgung von Grundsicherungsempfängern mit medizinischen Masken muss gesichert sein". Hintergrund ist die neue Pflicht, solche Masken im öffentlichen Nahverkehr sowie in Geschäften zu tragen. Bislang gibt es nur für Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen staatliche Unterstützung für die Maskenbeschaffung.

Ein Sprecherin Heils sagte am Mittwoch, das Sozialministerium arbeite gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium "auf Hochtouren" an einer Lösung. Auch Demmer betonte, die Regierung wolle sich "schnell" über dieses Thema verständigen. Die Bundesregierung habe seit Beginn der Pandemie die Lage Bedürftiger im Blick, versicherte sie. "Wir versuchen zu helfen, wo wir können."

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