Noch mehr als 600 Menschen nach Beben in Taiwan von Außenwelt abgeschnitten

Nach dem Erdbeben in Taiwan sind noch mehr als 600 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Die meisten von ihnen hätten in Hotels Zuflucht gefunden, es seien aber auch noch dutzende Menschen in eingestürzten Tunneln blockiert, erklärten die Behörden. (Sam Yeh)
Nach dem Erdbeben in Taiwan sind noch mehr als 600 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Die meisten von ihnen hätten in Hotels Zuflucht gefunden, es seien aber auch noch dutzende Menschen in eingestürzten Tunneln blockiert, erklärten die Behörden. (Sam Yeh)

Nach dem Erdbeben in Taiwan sind noch mehr als 600 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Die meisten von ihnen hätten in Hotels Zuflucht gefunden, es seien aber auch noch immer dutzende Menschen in eingestürzten Tunneln blockiert, erklärten die Behörden am Donnerstag. Mit rund 600 von der Außenwelt Abgeschnittenen sei zumindest Kontakt hergestellt worden. Es würden aber zudem noch 42 Menschen vermisst, deren Aufenthaltsort derzeit unklar sei.

Während die Rettungskräfte versuchten, zu den Betroffenen vorzudringen, harrten hunderte Menschen weiter in Zelten aus. Auf dem Gelände einer Schule im am schlimmsten betroffenen Hualien suchte unter anderem der aus Indonesien stammende und an der Universität der Stadt lehrende Professor Hendri Sutrisno mit seiner Frau und dem gemeinsamen Baby Zuflucht in einem eilends errichteten Zelt. "Wir haben alles, was wir brauchen - Decken, eine Toilette und einen Ort, um auszuruhen", sagte der 30-Jährige.

"Wir sorgen uns vor einem möglichen schweren Nachbeben", sagte der Professor mit Blick auf mögliche neue Gebäudeschäden. "Deshalb ist es besser, erstmal hier zu bleiben."

Bei dem Erdbeben vom Mittwoch waren mindestens neun Menschen ums Leben gekommen und mehr als tausend weitere verletzt worden. Nach Angaben der Feuerwehr wurden zahlreiche Gebäude beschädigt. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS hatte das Beben eine Stärke von 7,4, es löste zwischenzeitlich Tsunami-Warnungen in Taiwan sowie in Südjapan und auf den Philippinen aus. Es war das schwerste Beben in Taiwan seit einem Vierteljahrhundert.

jes/lt