Nordamerika wohl schon wesentlich früher besiedelt

Ein Paläontologe deutet auf Steinfragmente in der Nähe eines Mammutstoßzahns, die in San Diego entdeckt wurden. Foto: San Diego Natural History Museum

Frühe Menschen haben Nordamerika möglicherweise schon vor etwa 130 000 Jahren erreicht - und damit 115 000 Jahre früher als bisher angenommen.

An entsprechend alten Mammutknochen einer Ausgrabungsstätte in San Diego (Kalifornien) wurden Spuren gefunden, die nach Ansicht der Wissenschaftler auf eine Bearbeitung durch Steinwerkzeuge deuten. Neben den bearbeiteten Beinknochen und Zähnen liegende Steine könnten als Hammer und Amboss verwendet worden sein, heißt es im Fachjournal «Nature». «Für mich gibt es keinen Zweifel, dass dies eine archäologische Ausgrabungsstätte ist», erklärt der Paläontologe Steve Holen.

Bislang gingen Experten davon aus, dass erst moderne Menschen den Kontinent besiedelten - um die Datierung gab es lange Streit. Nach heutigem Wissenstand geschah dies vor etwa 15 000 Jahren in der letzten Eiszeit über die Beringstraße von Asien aus, die wegen des tieferen Meeresspiegels begehbar war.

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