Nordirland gedenkt seiner Gründung vor hundert Jahren

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Eine Friedensmauer trennt katholische und protestantische Wohngebiete

Vor dem Hintergrund neuer Spannungen zwischen den Konfessionen begeht die britische Provinz Nordirland am Montag ihr hundertjähriges Bestehen. Am 3. Mai 1921 war ein Gesetz in Kraft getreten, das Nordirland als politische Einheit schuf und damit die Teilung Irlands besiegelte. Alle Versuche, mit gemeinsamen Veranstaltungen an das historische Datum zu erinnern, scheiterten am Widerstand der republikanischen Katholiken, die eine Vereinigung der Provinz mit Irland anstreben.

Die Provinz ist auch 23 Jahre nach dem Ende eines blutigen Konflikts zwischen Protestanten und Katholiken tief gespalten. Zuletzt war es im April tagelang zu nächtlichen Krawallen von vorwiegend jungen Protestanten gekommen, die über die Auswirkungen des Brexit auf ihre Provinz frustriert sind. Der Rücktritt der pro-britischen Regierungschefin Arlene Forster Ende April verschärfte die Unsicherheit über die Zukunft Nordirlands weiter.

ans/gap