Nordisches Modell: Justizministerin Lambrecht warnt vor Verbot von Prostitution

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) will Freier nicht generell bestrafen und lehnt deshalb die zuletzt von Unionspolitikern geforderte Einführung des nordischen Modells bei Prostitution ab. „Wir haben über Prostitution schon mehrere Male beraten, auch im Zusammenhang mit dem Thema Menschenhandel“, sagte sie dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Und wir haben uns dafür entschieden, die rechtliche Stellung von Prostituierten zu verbessern, damit sie leichter aus ihrer Situation herauskommen können.“

Die SPD-Politikerin sagte, es sei auch bewusst festgelegt worden, die Strafbarkeit auf den Bereich der Zwangsprostitution zu beschränken. Auch eine umfassende Strafbarkeit führe nicht dazu, dass es keine Prostitution mehr gibt. Sie führe dazu, „dass das Ganze in dunkle Ecken verlagert wird“, wo es gar nicht mehr kontrolliert werden könne: „Deshalb sehe ich den Vorschlag, das nordische Modell einzuführen, sehr skeptisch.“

Lambrecht fügte hinzu: „Da, wo Freier erkennen müssen, dass sie es mit Zwangsprostituierten zu tun haben, müssen sie heute schon mit Strafen rechnen. Das scheint mir neben der rechtlichen Besserstellung der richtige Weg zu sein.“

Lambrecht gegen Klarnamenpflicht im Netz

Außerdem lehnt Lambrecht die Einführung einer Klarnamenpflicht im Internet ab. „Eine...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung