Nordkorea bestätigt Festnahme von US-Dozent

Inmitten erhöhter Spannungen mit den USA hat Nordkorea die Festnahme eines weiteren US-Bürgers bestätigt. Kim Sang Duk, auch Tony Kim genannt, wurde am 22. April vor seiner Ausreise am Flughafen von Pjöngjang verhaftet, wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Mittwoch berichtete. Der Dozent hatte mehrere Wochen lang an einer Elite-Universität der nordkoreanischen Hauptstadt gelehrt. Ihm werden laut KCNA "kriminelle feindselige Handlungen zum Umsturz" zur Last gelegt. Sein Fall werde von den zuständigen Behörden untersucht.

Südkoreanische Medien hatten bereits Ende April von der Festnahme Kims berichtet. Laut Yonhap handelt es sich bei dem Endfünfziger um einen ehemaligen Professor der chinesischen Yanbian-Universität für Wissenschaft und Technologie. In Pjöngjang lehrte Kim an der Pjöngjang Universität für Wissenschaft und Technologie (PUST).

Nordkorea hält derzeit zwei andere US-Bürger gefangen: ein US-koreanischer Pastor wurde wegen Spionage zu zehn Jahren Zwangsarbeit verurteilt, der US-Student Otto Warmbier muss wegen Diebstahls von Propagandamaterial und "Verbrechen gegen den Staat" eine 15-jährige Haftstrafe absitzen. Die Beziehungen zwischen Washington und Pjöngjang sind derzeit wegen des Streits um Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm äußerst angespannt.

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