In Nordkorea droht eine Katastrophe, die Millionen Menschen betrifft — und kaum einer hat es mitbekommen

Business Insider Deutschland
Nordkoreanische Soldaten am Bahnhof der Hafenstadt Hamhung (Archivbild)

Die verbalen Auseinandersetzungen zwischen US-Präsident Donald Trump und Kim Jong-un halten die Welt in Atem. Immer wieder demonstriert Pjöngjang mit Raketentests, dass es inzwischen über Kriegs-Technologien verfügt, die Washington erreichen könnten. 

Während Trump Nordkoreas Diktator als „Raketenmann“ bezeichnet, antwortet Nordkorea, dass es die Worte „eines dementen Greises“ nicht ernst nehme. Verbal droht der Streit zu eskalieren, politisch reagieren die Länder derweilen mit Sanktionen für Nordkorea — doch diese treffen besonders die Bevölkerung des Landes. 

Sanktionen treffen Bevölkerung Nordkoreas

UN-Politiker Zeid Ra'ad Al Hussein berichtet, dass Lieferungen lebenswichtiger Hilfsgüter in das Land erschwert würden. Bei einer Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats warnte er vor den Folgen für rund 18 Millionen hilfsbedürftiger Menschen, die etwa 70 Prozent der Bevölkerung Nordkoreas ausmachen.

Sie seien von Lebensmittelengpässen betroffen und angewiesen auf Hilfsorganisationen. Allerdings werden deren Einsätze durch die Sanktionen deutlich verzögert — unter anderem wegen der Verbote internationaler Zahlungstransfers. Dadurch kommt es auch bei der Lieferung der UN-Organisationen zu verlangsamten Abläufen. Deshalb, so die Forderung al-Husseins, solle der Sicherheitsrat die humanitären Folgen der Sanktionen analysieren.

Hungersnot in den 90er Jahren tötete rund 2,5 Millionen Menschen

Dadurch leidet die Bevölkerung noch stärker als ohnehin schon. Laut CNN wird Nordkorea seit Jahren beschuldigt, die Notlage seiner Bürger zu ignorieren. Eine Hungersnot in den 90er Jahren — die unter anderem von Experten auf schlechte zentrale Planung zurückgeführt wird — hat schätzungsweise 2,5 Millionen Menschen das Leben gekostet. 

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