Nordkorea-Konflikt: Japan schützt erstmals US-Kriegsschiffe

Japans Helikopterträger «Izumo» verlässt den Hafen von Yokosuka. Foto: Ren Onuma

Im Konflikt um Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm hat Japan erstmals ein Kriegsschiff zum Schutz seines Verbündeten USA entsandt. Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo berichtete, schloss sich der Hubschrauber-Träger «Izumo», Japans größtes Kriegsschiff, einem Versorgungsschiff der US-Marine im Pazifik vor der Küste des Landes an.

Es ist der erste Marineeinsatz dieser Art, seitdem Japan 2015 die Rolle des Militärs gesetzlich ausgeweitet hatte. Nach dem Prinzip der «kollektiven Selbstverteidigung» darf das Land nun in Konflikten an der Seite von Verbündeten kämpfen, selbst wenn es nicht direkt angegriffen wird.

Die Entsendung des Kriegsschiffes soll laut Beobachtern das enge Bündnis mit den USA zur Schau stellen und Nordkorea abschrecken, weitere Atom- und Raketentests zu unternehmen. Das von Japan geschützte US-Versorgungsschiff soll den Berichten zufolge andere zum Schutz gegen Nordkorea eingesetzte US-Kriegsschiffe mit Treibstoff versorgen. Dazu gehöre auch ein Flottenverband um den Flugzeugträger «USS Carl Vinsson», den Washington als Demonstration militärischer Stärke in Marsch gesetzt hatte und der am Samstag die Gewässer in der Nähe der koreanischen Halbinsel erreichte. Dort nehmen sie an Seeübungen mit der südkoreanischen und der japanischen Marine teil.

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