Nordkorea kritisiert ein Jahr nach Singapur-Gipfel "feindliche" US-Politik

Trump (l.) und Kim beim Gipfeltreffen im Februar in Hanoi

Zum Jahrestag des ersten Gipfeltreffens zwischen dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump hat Nordkorea von der US-Regierung ein Ende ihrer "feindlichen Politik" gefordert. Die staatliche Nachrichtenagentur KCNA schrieb am Dienstag, die gemeinsame Gipfelerklärung sei von "großer historischer Bedeutung" gewesen, drohe nun aber als "totes Dokument" zu enden, weil die USA die Vereinbarungen nicht umsetzten.

Nordkorea hatte beim historischen ersten Gipfeltreffen zwischen Trump und Kim am 12. Juni 2018 grundsätzlich einer Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel zugestimmt. Konkrete Schritte wurden damals aber nicht vereinbart. Der zweite Gipfel in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi im Februar wurde dann ergebnislos abgebrochen. Nordkorea hatte eine Aufhebung der Sanktionen gefordert, über eine Gegenleistung Pjöngjangs wurde aber keine Einigung erzielt.

KCNA kritisierte nun die "arrogante und einseitige Politik" der US-Regierung. Die Geduld Nordkoreas habe Grenzen. Für die USA sei die Zeit gekommen, "ihre feindliche Politik zurückzufahren".