Norwegischer Rechtsextremist Breivik will Bewährung beantragen

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Am 22. Juli 2011 hat Anders Behring Breivik 77 Menschen getötet. Derzeit sitzt er eine 21-jährige Haftstrafe ab. Nun will er auf Bewährung freigelassen werden.

Anders Behring Breivik raises his fist as he arrives to courtroom for the first day of his trial  in Oslo, April 16, 2012. The terrorism and murder trial against Norwegian mass killer Anders Behring Breivik, who has confessed to the bomb and shooting attacks that killed 77 people in Norway in July 2011, began in Oslo on Monday.             REUTERS/Fabrizio Bensch (NORWAY  - Tags: CRIME LAW TPX IMAGES OF THE DAY)
Anders Behring Breivik tötete im Juli 2011 insgesamt 77 Menschen. (Bild: Reuters)

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Der für den Mord an insgesamt 77 Menschen verurteilte norwegische Rechtsextremist Anders Behring Breivik hat eine Prüfung seiner Haftstrafe auf eine mögliche Aussetzung zur Bewährung beantragt. "Das ist ein Recht, das alle Verurteilten haben und von dem er Gebrauch machen möchte", sagte Breiviks Anwalt Oystein Storrvik am Mittwoch der Zeitung "Verdens Gang". Zudem kündigte Storrvik an, sein Mandant wolle erneut gegen seine Haftbedingungen klagen.

Breivik hat seinen Namen geändert

Breivik, der seinen Namen mittlerweile in Fjotolf Hansen geändert hat, sitzt in einem norwegischen Hochsicherheitsgefängnis eine 21-jährige Haftstrafe ab. Sie kann verlängert werden, solange er als Gefahr für die Allgemeinheit eingeschätzt wird.

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Breivik hatte am 22. Juli 2011 insgesamt 77 Menschen getötet. Bei einem Bombenanschlag vor dem Regierungssitz in Oslo tötete der Rechtsextreme zunächst acht Menschen. Anschließend erschoss er auf der Insel Utöya 69 Menschen, die an einem Sommerlager der sozialdemokratischen Jugendorganisation teilnahmen.

Breivik im Gefängnis von Mitgefangenen getrennt

Breivik hatte bereits zuvor gegen seine Haftbedingungen geklagt und sich dabei auf die Europäische Menschenrechtskonvention berufen. Breivik ist im Gefängnis in Skien im Süden Norwegens von Mitgefangenen getrennt. Nach einem Anfangserfolg im Jahr 2016 lehnten höhere norwegische Gerichte sowie der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte seine Beschwerde ab.

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