Notunterkünfte: Der Bund beansprucht Berliner Flüchtlingsheime für sich

Flüchtlinge in Berlin

Bei der Unterbringung von Flüchtlingen gerät der Berliner Senat in Bedrängnis. So müssen rund 1400 Menschen, die in den Notunterkünften an der Thielallee in Dahlem sowie in der Spandauer Schmidt-Knobelsdorf-Kaserne untergebracht sind, ausziehen. Die Eigentümerin der Grundstücke und Gebäude, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), hat für beide Liegenschaften Eigenbedarf angemeldet.

Nach Morgenpost-Informationen herrscht im Berliner Landesamt für Flüchtlinge (LAF) darüber Unmut. So hatte die Behörde auf dem sogenannten Dahlemer Dreieck an der Thielallee zehn Gebäude reserviert, die seit dem Auszug des Bundesinstituts für Risikobewertung vor fünf Jahren leer standen. Aktuell werden davon nur zwei als Notunterkunft mit knapp 200 Bewohnern genutzt. Für die restlichen Gebäude hatte das LAF ein Konzept entwickelt, wie dort unter anderem Wohnungen für Flüchtlinge entstehen könnten. Die beiden bereits genutzten Gebäude wollte das LAF langfristig als Erstaufnahmeeinrichtung nutzen. Diese Pläne seien nun wahrscheinlich hinfällig, heißt es. Zumindest würden sie aktuell nicht weiterverfolgt, wie die Senatssozialverwaltung mitteilte.

Bundespolizei soll in die Spandauer Kaserne ziehen

Denn die Bima hat andere Pläne. Weil in den benachbarten Räumlichkeiten des Umweltbundesamtes sowie der Bundesanstalt für Materialprüfung Sanierungsarbeiten anstehen, brauchen diese Behörden Ausweichmöglichkeiten. Gleiches gilt für die Schmidt-Knobelsdorf-Kaserne. Wie berichtet, will das Bundesinnenmini...

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