NRW und Sachsen nehmen Coronavirus-Patienten aus Italien zur Behandlung auf

Corona-Patient in einem Krankenhaus nahe Rom

Sachsen und Nordrhein-Westfalen nehmen schwerstkranke Corona-Patienten aus Italien zur Behandlung auf. In Sachsen sollen insgesamt acht Patienten behandelt werden, wie Landesgesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag in Dresden sagte. Nordrhein-Westfalen bot nach Angaben von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) an, "dass wir zunächst zehn Patienten aufnehmen". Die italienische Luftwaffe werde die Erkrankten in den nächsten Tagen nach Nordrhein-Westfalen bringen.

In Sachsen trafen in der Nacht zum Dienstag auf dem Flughafen Halle-Leipzig die ersten beiden schwerkranken Corona-Patienten aus Bergamo ein. Die 57 Jahre alten Intensivpatienten werden den Angaben zufolge in der Universitätsklinik Leipzig behandelt.

Zudem sollen zwei weitere italienische Corona-Patienten im Herzzentrum Leipzig sowie im Helios Park-Klinikum Leipzig sowie jeweils zwei Patienten in der Uniklinik Dresden und im Lungen-Fachkrankenhaus Coswig aufgenommen werden.

Sachsen kommt damit einer Bitte der italienischen Regierung nach. "Unsere Solidarität endet nicht an Landesgrenzen", schrieb Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Montag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Köpping sagte, die Kliniken in Sachsen hätten dafür "Kapazitäten und Expertise".

Auch Bayern bekundete seine Bereitschaft zur Aufnahme von Patienten aus Italien. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte in München, sein Kabinett habe beschlossen, dass Bayern im Rahmen seiner Möglichkeiten mit medizinischem Gerät helfen werde und auch einige Patienten aus Italien aufnehmen könne. "In der Not zu teilen ist ein wichtiges Konzept", sagte Söder.

Zuvor hatten bereits Baden-Württemberg und das Saarland angeboten, schwerstkranke Corona-Patienten aus Frankreich aufzunehmen. Auch Rheinland-Pfalz will Corona-Patienten aus Frankreich behandeln.