Nur noch E-Busse auf Europas Straßen? Städte wollen Frist 2027

2027 - das Jahr, ab dem nach dem Willen von elf Städten und Bürgerorganisationen nur noch emissionsfreie Busse in Europa verkauft werden sollen. Paris, Barcelona und Mailand gehören dazu. Sie fordern die Europäische Kommission auf, eine Frist für das Ende der sprittfressenden Busse vorzuschlagen.

Ohne Maßnahmen auf EU-Ebene werde das Angebot die Nachfrage nicht befriedigen, wenn grüne Ziele erreicht werden sollen, heißt es.

Wie von Städten und anderen Interessengruppen verlangt, sollen ab 2027 nur noch neue emissionsfreie Busse eingesetzt werden, elektrische oder mit Wasserstoff betriebene, sagt James Nix, Frachtmanager bei Transport & Umwelt, einer Klimaorganisation. Städte wollten mehr elektrische Busversorgung, und dies sei eine sehr gute Möglichkeit, das Angebot dieser Busse zu erhöhen. Das wiederum werde die Preise senken, was für viele Städte eine willkommene Entwicklung wäre.

In Brüssel sind auf einigen Strecken bereits Elektrobusse im Einsatz. Diese parken am Ende ihrer Rundstrecke, laden 10 Minuten auf und schon geht es wieder los. Weltweit haben bereits 40 Städte ihr eigenes Ziel für 2025 festgelegt, nur noch emissionsfreie Busse zu kaufen, darunter jede niederländische Stadt.

Und obwohl sich EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevičius derzeit nicht auf eine Frist festlegen möchte, so hält er die Initiative der Städte für einen Schritt in die richtige Richtung. Dies sei zuallererst ein Vorbild für die Bürger. Wenn Städte nicht in der Lage seien, mit ihrer Kaufkraft saubere Mobilität für die Bürger zu gewährleisten, wie könnten Sie dann von den Bürgern verlangen, ein sauberes Auto zu kaufen, wenn die Stadt keine sauberen bereitstellen könne? Dies sei daher ein erster Schritt, der allen Bürgerinnen und Bürgern mit gutem Beispiel vorangehe.

Die Europäische Kommission will ihren Vorschlag zu CO2-Emissionsnormen für Busse und Lastwagen bis zum Jahresende vorlegen. Dann könnte auch ein möglicher Termin bekannt gegeben werden.