Nicht nur zu Ostern: Warum sich Hasen im Berliner Osten besonders wohlfühlen

Der Hase ist in Berlin nicht nur zu Ostern auf dem Vormarsch. Sogar im Tiergarten werden sie gesichtet. Noch öfter aber im Osten.

Die Chance, mitten in Berlin einen echten Osterhasen zu sehen, stehen nicht schlecht: Hasen zieht es neuerdings bis in die Innenstadt der Millionenmetropole. "Lange dachten wir, das machen Hasen nicht", sagt Biologe Konstantin Börner, Mitarbeiter am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung. "Aber es gibt inzwischen wirklich eine vitale städtische Hasenpopulation. Sogar im Tiergarten haben wir schon einen gesehen."

Börner zählt gerade Hasen im Bezirk Lichtenberg. Einfach ist das nicht, denn die Tiere sind scheu und hoppeln Menschen eher aus dem Weg. Sie hocken in Gebüschen, oft unbemerkt von Passanten. "Stadthasen sind erstaunlich anpassungsfähig und reagieren nicht panisch auf Geräusche und Verkehr", sagt Börner. Direkte Anwohner wüssten trotzdem oft um die neue tierische Gesellschaft.

Auf 15 Tiere pro Quadratkilometer schätzt der Forscher den Meister-Lampe-Bestand in den östlichen Stadtbezirken. Überhaupt hält er den Stadthasen – mit Ausnahme von Stuttgart – eher für ein ostdeutsches Phänomen, vor allem in Plattenbausiedlungen mit großzügigen Grünflächen dazwischen. An Innenstädten im Westen könnte der echte Hase weniger interessiert sein, weil sie außerhalb des unmittelbaren Stadtkerns oft eher von Einfamilienhaussiedlungen geprägt sind – mit vielen Zäunen. Hindernisse und wenig Deckung aber mögen Hasen nicht. Anders als Kaninchen graben sie sich keinen Bau als Zuflucht, sondern hocken getarnt in einer Erdmulde, ihrer Sasse.

In freier Natur sind Hasen eher als Einzelgän...

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