Obama begnadigt zwei Truthähne zu Thanksgiving

US-Präsident sieht Parallelen zwischen sich und Vogel

Bei der traditionellen Begnadigung von zwei Truthähnen zum Thanksgiving-Fest hat US-Präsident Barack Obama eine Parallele zwischen sich und dem Federvieh gezogen. "Man sagt, im Leben gehe es um zweite Chancen", sagte der am 6. November wiedergewählte Obama. "Diesen November stimme ich damit vollkommen überein." Die beiden glücklichen Vögel "Cobbler" und "Gobbler" waren in einer Internetabstimmung ausgewählt worden. Die Menschen hätten entschieden, dass es für die Truthähne "vorwärts" gehen solle, sagte Obama in Anspielung auf seinen Wahlkampfslogan "Forward".

Unter den Augen seiner Töchter Malia und Sasha ersparte der Präsident bei der Zeremonie im Rosengarten des Weißen Hauses "Cobbler" und "Gobbler" die Schlachtung zum Festtag am Donnerstag, den die Amerikaner traditionell mit einem Geflügelmahl im Kreise der Familie begehen. Die beiden Vögel sollen ihr weiteres Leben nun in einem Gehege in Mount Vernon verbringen, dem nahe der Hauptstadt gelegenen Landsitz der ersten US-Präsidenten George Washington.

Die US-Variante des Erntedankfestes, das immer am vierten Donnerstag im November gefeiert wird, geht auf die Pilgerväter zurück, die im 17. Jahrhundert vor religiöser Verfolgung aus England nach Amerika flohen. Der Erzählung nach sollen die Einwanderer im Herbst 1621 ein großes Fest mit den Indianern gefeiert haben, die ihnen mit Nahrungsmitteln über den Winter geholfen hatten. Heute kommen in den ganzen USA Familien an Thanksgiving zu einem großen Festessen zusammen. Landesweit werden schätzungsweise 45 Millionen Truthähne verspeist. Das öffentliche Leben steht an dem Feiertag still.

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