Obdachlos während Corona: Sorgen und Nöte im Hamburger Arztmobil

·Lesedauer: 1 Min.

Corona macht uns alle gleich, hieß es oft zu Beginn der Pandemie. Ein Nachmittag beim Hamburger Arztmobil, in dem obdachlose Menschen Zugang zu kostenloser medizinischer Versorgung erhalten, zeigt allerdings recht schnell: Das stimmt so nicht. „Einer nach dem anderen! Es kommt jeder dran, aber erst die Hände desinfizieren!“ Routiniert, aber bestimmt, weist der pensionierte Polizist Rüdiger Steffen die Wartenden vor dem Wagen zurück in eine geordnete Schlange. Arztmobil Hamburg: Kostenlose medizinische Hilfe für Obdachlose Es ist Mittag auf St. Pauli. Direkt gegenüber dem Millerntor-Stadion in der Budapester Straße hat Steffen den weißen Transporter geparkt. Davor bauen weitere Helfer Klappstühle auf, stellen Kisten mit Äpfeln und Mandarinen bereit und installieren einen Getränkespender. Jeden Samstag und Sonntag fahren die ehrenamtlichen Mitarbeiter vom Arztmobil an feste Plätze in Hamburg, um obdachlosen Menschen kostenlose medizinische Hilfe anzubieten. Besonders jetzt in der Pandemie ist der Alltag für Wohnungslose noch härter geworden: Etwa bei der Suche nach einer Schlafstelle oder eben medizinischer Versorgung. Obdachlos während Corona: Seit September sind elf Menschen gestorben „Vor allem im ersten Lockdown hatten wir sehr großen Zulauf“, erinnert sich Dr. Michael Siassi, einer der Ärzte von Arztmobil. „Trotz Lockdown haben aber jetzt viele Anlaufstellen wieder für Obdachlose geöffnet, das war im Frühjahr nicht so.“ Die Entwicklung ist trotzdem besorgniserregend. Seit September sind elf Menschen auf Hamburgers Straßen gestorben. Das könnte Sie auch interessieren: Nach Zoff bei der Alimaus — CaFée mit Herz übernimmt Kältebus für Obdachlose „Das Abstandhalten...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo