Oberstes Gericht der USA befasst sich mit Abtreibungspille

Das oberste US-Gericht befasst sich am Dienstag mit der Abtreibungspille Mifepriston. Das Mittel wird in den USA bei zwei Dritteln der Schwangerschaftsabbrüche eingesetzt. Der Fall beim Supreme Court geht auf eine Klage von Abtreibungsgegnern zurück. (SAUL LOEB)
Das oberste US-Gericht befasst sich am Dienstag mit der Abtreibungspille Mifepriston. Das Mittel wird in den USA bei zwei Dritteln der Schwangerschaftsabbrüche eingesetzt. Der Fall beim Supreme Court geht auf eine Klage von Abtreibungsgegnern zurück. (SAUL LOEB)

Das oberste Gericht der USA befasst sich am Dienstag in einer Anhörung mit dem Zugang zur Abtreibungspille Mifepriston. Das Präparat, das in Deutschland unter dem Namen Mifegyne vertrieben wird, ist in den Vereinigten Staaten seit dem Jahr 2000 zugelassen und wird dort bei zwei Dritteln der Schwangerschaftsabbrüche eingesetzt. In den vergangenen Jahren hatte die US-Arzneimittelbehörde FDA den Zugang zu Mifepriston weiter erleichtert. So ist seit der Corona-Pandemie die Verschickung des Mittels auf dem Postweg erlaubt.

Der nun beim Supreme Court in Washington liegende Fall geht auf eine Klage von Gegnern des Schwangerschaftsabbruchs zurück. Abtreibungen sind auch im derzeitigen US-Wahlkampf ein brisantes Thema, nachdem das konservativ dominierte Oberste Gericht im Jahr 2020 das landesweite Recht auf den Schwangerschaftsabbruch annulliert hatte. Seitdem haben zahlreiche konservative US-Bundesstaaten rigorose Gesetze gegen Abtreibungen in Kraft gesetzt.

dja/kas