"Ocean Viking" darf Bootsmigranten nach Sizilien bringen

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Die Geretteten auf der "Ocean Viking" jubeln bei der Nachricht von der Hafen-Zuweisung (Bild: Julia Schaefermeyer/SOS MEDITERRANEE)
Die Geretteten auf der "Ocean Viking" jubeln bei der Nachricht von der Hafen-Zuweisung (Bild: Julia Schaefermeyer/SOS MEDITERRANEE)

Insgesamt 373 Migranten hat die “Ocean Viking” von Schlauchbooten vor Libyen aus Seenot gerettet - darunter sehr viele unbegleitete Minderjährige. Das Hilfsschiff suchte einen sicheren Hafen und wurde nun fündig.

Das Hilfsschiff “Ocean Viking” durfte mehr als 370 aus Seenot gerettete Bootsmigranten nach Augusta auf Sizilien bringen. Das teilte die Betreiberorganisation SOS Mediterranee mit. Sie zeigte sich dabei erleichtert, dass es nicht erneut zu längeren Blockaden kam. Das Schiff erreichte den Abend am Montagmorgen.

Italien habe der Crew den Hafen in der Nähe von Syrakus zugewiesen. Eine Hochschwangere war den Angaben nach schon vorher von den italienischen Behörden auf die Insel Lampedusa geflogen worden.

Danach befanden sich noch 373 Menschen an Bord, die in den vergangenen Tagen von 4 Schlauchbooten vor Libyen gerettet worden seien. Die Crew hatte sich mit der Bitte um Aufnahme an Malta und Italien gewandt.

Die Geretteten seien mehrheitlich aus Guinea, Mali, Kamerun, der Elfenbeinküste, dem Sudan und Sierra Leone, hieß es Samstag. Unter ihnen seien 131 unbegleitete Minderjährige, berichtete SOS Mediterranee.

Eine Sprecherin der UN-Migrationsbehörde IOM, Safa Msehli, twitterte am Sonntag, dass seit Anfang des Jahres mindestens 80 Menschen im zentralen Mittelmeer ihr Leben verloren. Zuletzt seien etwa 17 Bootsmigranten ertrunken und Dutzende Überlebende am Sonntag zurück nach Libyen gebracht worden.

Die “Ocean Viking” war nach monatelanger Pause am 11. Januar vom französischen Hafen Marseille ins zentrale Mittelmeer ausgelaufen. In Libyen herrscht seit fast zehn Jahren Bürgerkrieg. Das Land hat sich zu einem der wichtigsten Transitgebiete für Migranten auf dem Weg nach Europa entwickelt.

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