Olympia-Testschwimmen in der Pariser Seine wegen starker Strömung abgesagt

Wegen zu starker Strömung der Seine in Paris ist wenige Wochen vor den Olympischen Spielen ein Test-Wettbewerb im Freiwasserschwimmen abgesagt worden. (STEPHANE DE SAKUTIN)
Wegen zu starker Strömung der Seine in Paris ist wenige Wochen vor den Olympischen Spielen ein Test-Wettbewerb im Freiwasserschwimmen abgesagt worden. (STEPHANE DE SAKUTIN)

Wegen zu starker Strömung der Seine in Paris ist wenige Wochen vor den Olympischen Spielen ein Test-Wettbewerb im Freiwasserschwimmen abgesagt worden. Die starke Strömung im Fluss sei "zu gefährlich" für die Schwimmer, teilte die Präfektur am Freitag mit. Das Testschwimmen war für Montag geplant gewesen.

Auch ein für den 23. Juni geplantes Seine-Bad der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo müsse "wahrscheinlich verschoben werden", teilte die Stadtverwaltung der Nachrichtenagentur AFP mit. Mit dieser Aktion, zu der sie ursprünglich auch Präsident Emmanuel Macron eingeladen hatte, wollte Hidalgo zeigen, dass die Seine sicher und sauber geworden sei - eines der Hauptversprechen der Bürgermeisterin im Vorfeld der Spiele.

Für die Säuberung der Seine durch Kläranlagen und neue Anschlüsse von Haushalten an die Kanalisation wurden bislang rund 1,4 Milliarden Euro ausgegeben. Seit Anfang Juni ist ein großes Überlaufbecken im Betrieb, das verhindern soll, dass bei starkem Niederschlag ungeklärtes Abwasser in die Seine läuft. Grundsätzlich verschlechtert sich die Wasserqualität nach starken Regenfällen.

Auf und in dem Fluss sollen während der in sieben Wochen startenden Olympischen Spiele die Eröffnungsfeier sowie die Triathlon- und Freiwasserwettbewerbe stattfinden. Eine eigentlich für Mai angesetzte Probe für die Eröffnungsfeier war bereits auf den 17. Juni verlegt worden. Im August vergangenen Jahres waren bereits Testveranstaltungen ausgefallen, da die Wasserqualität des Flusses nicht den europäischen Standards entsprach.

In der kommenden Woche sollen neue Testergebnisse veröffentlicht werden. Dabei geht es vor allem um das Vorkommen von Fäkalbakterien. Falls die Wasserqualität während der Olympischen Spiele zu schlecht sein sollte, wird erwogen, die Wettkämpfen jeweils um ein paar Tage zu verschieben.

jes/kol