Opernsanierung: Gespräche mit den 63 Baufirmen verzögern sich erneut

Die Verhandlungen dauern wohl bis November.

Die Verhandlungen mit den 63 an der Sanierung der Oper am Offenbachplatz beteiligten Baufirmen verlaufen weiterhin nur schleppend und werden sich voraussichtlich erneut verzögern. Nach der gescheiterten Wiedereröffnung müssen die städtischen Bühnen sämtliche Verträge mit den Unternehmen vollständig neu vereinbaren. Bernd Streitberger, seit fast einem Jahr technischer Betriebsleiter der Bühnen, hat am Donnerstag im Unterausschuss Kulturbauten des Stadtrats skizziert, wie mühsam die Gespräche ablaufen.

„Wir reden mit jedem Unternehmen mindestens zwei- bis dreimal, im Extremfall haben wir uns auch schon achtmal getroffen“, sagte Streitberger. So habe er alleine ein halbes Jahr mit der Firma verhandelt, die für den Einbau der Sprinkleranlage zuständig war. Das sei trotz aller Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt gewesen, weshalb nun ein anderes Unternehmen diese Aufgabe übernehmen muss. Zwei weitere Verhandlungen, die zentrale Gewerke auf der Baustelle am Offenbachplatz betreffen, seien a noch problematisch.

8500 Baumängel

Ursprünglich wollte der technische Betriebsleiter die Gespräche mit den Baufirmen bis zum 17. Mai abschließen. Als er jedoch feststellte, dass der Termin nicht zu halten sein würde, setzte er den November als neuen Zielpunkt fest. „Wir werden aber wohl auch während des Novembers noch immer einige Firmengespräche führen müssen“, kündigte er jetzt an. Er wolle aber ungeachtet dieser Verzögerungen am 15. Juni wissen, wie lange die Sanierung noch dauern und wie teuer das Vorhaben am Ende sein wird. Bis Ende Juni soll dann auch die Öffentlichkeit über den neuen Zeit- und Kostenplan informiert werden. „Ich schlafe nicht gut, wenn ich an die Mitte des Jahres denke, aber das habe ich mir ja selbst so auferlegt“, sagte Streitberger.

Sein Team habe inzwischen eine Parallelstrategie entwickelt und aus den insgesamt 8500 festgestellten Baufehlern die 33 gravierendsten herausgenommen. „Das sind die richtigen Klopper“, sagte Streitberger. Diese Punkte seien beispielhaft durchgearbeitet worden und würden 60 Prozent des Gesamtproblems ausmachen.

Das neue Ingenieurbüro Innius, das die Haustechnik plant, habe 31 Mitarbeiter für das Projekt abgestellt, die zurzeit noch damit beschäftigt seien, sich einzuarbeiten. Es seien allerdings nicht alle gleichzeitig auf der Baustelle tätig. Mit dem zuvor beauftragten Ingenieurbüro Deerns, dem die Stadt gekündigt hatte, befinden sich die Bühnen in einer juristischen Auseinandersetzung.

Streitberger räumte ein, dass die Bühnen entgegen eines Beschlusses des Stadtrats bereits Teile der Ausstattung für das sanierte Opernhaus angeschafft haben, ohne das mit dem Rechnungsprüfungsamt abzustimmen. So seien etwa Mischpulte gekauft worden, die in den Ausweichspielstätten verwendet würden. Andere Teile der Ausrüstung seien eingelagert worden. Zur vollständigen Freigabe der Ausstattungsplanung wird jetzt eine Ratsvorlage...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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