Oppermann kritisiert Türkei angesichts von Spionagevorwürfen

Angesichts des Spionageverdachts gegen den türkische Geheimdienst MIT hat sich SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann empört gezeigt. Dies sei ein "unmöglicher Vorgang", sagte Oppermann am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin". Es könne nicht geduldet werden, dass ein fremder Staat auf deutschem Boden Spionage gegen unbescholtene Bürger betreibe. "Wir sind ein Land der Freiheit", sagte Oppermann. Es gebe jetzt einen "schweren Anfangsverdacht".

Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts, der türkische Geheimdienst MIT habe in Deutschland Anhänger der Gülen-Bewegung ausspioniert. Nach deutschen Behördenangaben sammelte der MIT Informationen über rund 300 Menschen und Einrichtungen mit Bezug zur Bewegung des Geistlichen Fethullah Gülen, den Ankara für den gescheiterten Putsch im Juli verantwortlich macht. Der Bundesnachrichtendienst (BND) sieht für diesen Vorwurf jedoch nach eigenen Angaben keine Anhaltspunkte.

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