Oppositionsvorwahl in Ungarn - Klara Dobrev gewinnt erste Runde

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Die Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Klara Dobrev, hat die erste Runde der Oppositionsvorwahl in Ungarn für sich entschieden. Im Rennen um die Spitzenkandidatur bei der Parlamentswahl 2022 kam sie auf 35 Prozent der Stimmen.

Neben Dobrev hat sich mit 27 % auch der links-grüne Budapester Oberbürgermeister Gergely Karacsony qualifiziert:

"Eine starke Führungspersönlichkeit ist nicht nur in der Lage zu trennen, sondern zu vereinen. Im zweiten Wahlgang werde ich vermitteln, was nötig ist, um Fidesz zu schlagen und die Opposition zusammenzuhalten. Dieses Wissen konnte ich hier in den Gemeinden sammeln, die jeden Tag gegen die Fidesz kämpfen."

Péter Márki-Zay, der dritte Kandidat, ist Bürgermeister einer Kleinstadt, der keine Partei hinter sich hat. Er glaubt, dass die Vorwahl nicht nur für ihn, sondern auch für das Land ein großer Erfolg ist:

"Es gibt viele Wahlkreise, in denen es aufgrund des Ein-Runden-Systems nicht sicher ist, dass der Siegerkandidat derjenige ist, der die größten Chancen hat, gegen Fidesz zu gewinnen. Dennoch haben die Kandidaten eine unbestrittene Unterstützung und sie können versuchen, die Fidesz im April 2022 zu schlagen."

In der zweiten Runde geht es nur um den Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten. Ein Kandidat der rechtsextremen "Jobbik"-Partei in Ungarn soll in einem Museum in Polen einen Nazi-Gruß gezeigt haben.

Mit über 600.000 abgegebenen Stimmen lag die Beteiligung an der Vorwahl über allen Erwartungen. In Ungarn sind rund acht Millionen Menschen wahlberechtigt. Es handelt sich um die erste Vorwahl dieser Art in der Geschichte des Landes.

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