Oscar-Verleihung: "Nomadland" räumt ab

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Die großen Gewinnerinnen der diesjährigen Academy Awards: Frances McDormand (links) und Chloé Zhao.  (Bild: Chris Pizzello-Pool/Getty Images)
Die großen Gewinnerinnen der diesjährigen Academy Awards: Frances McDormand (links) und Chloé Zhao. (Bild: Chris Pizzello-Pool/Getty Images)

Ein Drama über eine moderne Nomadin räumt ab: "Nomadland" erhielt am Abend in Los Angeles drei Oscars.

Das Drama "Nomadland" ist der große Gewinner der diesjährigen Oscar-Verleihung. Der Film, der mit sechs Nominierungen ins Rennen gegangen war, wurde dreimal ausgezeichnet: als bester Film und für die beste Regie (Chloé Zhao), außerdem wurde Frances McDormand als beste Hauptdarstellerin geehrt. Für McDormand ist es der dritte Oscar nach 1997 ("Fargo") und 2018 ("Three Billboards Outside Ebbing, Missouri"). Regisseurin Chloé Zhao ist erst die zweite Frau in der langen Geschichte der Oscars, die mit dem Regiepreis ausgezeichnet wurde. "Nomadland" erzählt von einer Frau, die nach dem Tod ihres Mannes als moderne Nomadin in einem umgebauten Lieferwagen durch die USA zieht.

Mit der Auszeichnung als bester Hauptdarsteller wurde der 83-jährige Anthony Hopkins geehrt. Er spielt die Hauptrolle in dem Thriller-Drama "The Father", das außerdem für das beste adaptierte Drehbuch ausgezeichnet wurde. Bester Nebendarsteller wurde Daniel Kaluuya, der in "Judas and the Black Messiah" den Black-Panther-Aktivisten Fred Hampton spielt. Beste Nebendarstellerin ist die Südkoreanerin Yoon Yeo-jeong. Sie wurde für ihre Leistung im Familiendrama "Minari - Wo wir Wurzeln schlagen" geehrt.

Der Pixar-Film "Soul" von Pete Docter und Dana Murray wurde als bester Animationsfilms ausgezeichnet, außerdem für die beste Musik. Das zehnfach nominierte Hollywood-Drama "Mank", das als Favorit ins Oscar-Rennen gegangen war, erhielt nur zwei Preise: für die beste Kameraarbeit sowie für das Produktionsdesign. Bester Internationaler Film ist "Der Rausch" des Dänen Thomas Vinterberg.

Die Oscars wurde in der Nacht auf Montag zum 93. Mal verliehen - aufgrund der Corona-Pandemie später als sonst üblich. Auch die Zeremonie war ungewöhnlich: Austragungsort war unter anderem die Union Station, ein Bahnhof in Los Angeles. Einige Nominierte und Gewinner wurden außerdem aus anderen Städten hinzugeschaltet.

"Nomadland" holte drei Oscars: als bester Film, für die beste Regie (Chloé Zhao) sowie für die beste Hauptdarstellerin (Frances McDormand). (Bild: La Biennale di Venezia)
"Nomadland" holte drei Oscars: als bester Film, für die beste Regie (Chloé Zhao) sowie für die beste Hauptdarstellerin (Frances McDormand). (Bild: La Biennale di Venezia)

Alles Auszeichnungen im Überblick

Bester Film: "Nomadland"

Beste Regie: Chloé Zhao - "Nomadland"

Bester Hauptdarsteller: Anthony Hopkins - "The Father"

Beste Hauptdarstellerin: Frances McDormand - "Nomadland"

Bester Nebendarsteller: Daniel Kaluuya - "Judas and the Black Messiah"

Beste Nebendarstellerin: Youn Yuh-jung - "Minari"

Bestes Originaldrehbuch: "Promising Young Woman"

Bestes adaptiertes Drehbuch: "The Father"

Beste Kamera: "Mank"

Bestes Kostümdesign: "Ma Rainey's Black Bottom"

Bester Ton: "Sound of Metal"

Bester Schnitt: "Sound of Metal"

Beste visuelle Effekte: "Tenet"

Bestes Produktionsdesign: "Mank"

Bestes Make-up und beste Frisuren: "Ma Rainey's Black Bottom"

Bester Song: "Judas and the Black Messiah" ("Fight for You")

Beste Filmmusik: "Soul"

Bester animierter Spielfilm: "Soul"

Bester animierter Kurzfilm: If Anything Happens I Love You

Bester Kurzfilm: Two Distant Strangers

Bester Dokumentarfilm: "My Octopus Teacher"

Bester Dokumentarkurzfilm: "Colette"

Bester internationaler Film: "Der Rausch" - Dänemark

Anthony Hopkins, der an der Seite von Olivia Colman die Hauptrolle in "The Father" spielt, ist bester Hauptdarsteller. (Bild: Tobis Film)
Anthony Hopkins, der an der Seite von Olivia Colman die Hauptrolle in "The Father" spielt, ist bester Hauptdarsteller. (Bild: Tobis Film)