Pärchen soll Mann tagelang in Keller gesperrt und ermordet haben - Prozess in Ulm

Vor dem Landgericht Ulm hat am Montag ein Prozess gegen ein Paar begonnen, das einen Mann tagelang in einem Keller gefangen gehalten, misshandelt und schließlich getötet haben soll. Laut Staatsanwaltschaft soll die 27-jährige Angeklagte zusammen mit ihrem derzeitigen Lebensgefährten ihren früheren Partner im Mai 2022 in den Keller gesperrt und misshandelt haben. Anfang Juni soll der Angeklagte den 31 Jahre alten Mann dann erwürgt haben.

Das Paar lebte mit dem 31-Jährigen in einer Wohngemeinschaft zusammen. Die angeklagte Frau soll ihren Lebensunterhalt über Zuwendungen des früheren und des späteren Lebenspartners bestritten haben. Als ihr ehemaliger Freund die finanziellen Forderungen der Frau nicht mehr erfüllen konnte, soll sie ihrem Lebensgefährten gegenüber behauptet haben, ihr früherer Freund habe sie "angefasst".

Sie habe ihn mit dieser Behauptung zu Misshandlungen anstiften wollen. Der Lebensgefährte habe den Exfreund daraufhin mit einem Teleskopstock geschlagen, gefesselt und zeitweise im Keller eingesperrt. Nach weiteren täglichen Misshandlungen sei dem Paar Anfang Juni klar geworden, dass ihr Opfer ärztliche Hilfe brauche.

Da beide fürchten mussten, dass ihre Tat dadurch auffliegen würde, hätten sie beschlossen, ihn zu töten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Paar einen Verdeckungsmord vor, dazu Freiheitsberaubung mit Todesfolge in Tateinhalt mit gefährlicher Körperverletzung. Für den Prozess wurden Termine bis Mitte Februar angesetzt.

bst/cfm