Paar dachte, es hätte eine Katze gerettet – doch es war keine Katze

·Freie Autorin

Wer ein herrenloses, verlorenes Kätzchen auf seiner Veranda findet, zögert meist nicht lange. Auch ein Pärchen im US-Bundesstaat Tennessee handelte sofort – und übersah dabei, dass es sich bei dem kleinen Tier nicht um eine Katze handelte.

Einem verlorenen Kätzchen sollte man helfen - aber auch nur dann, wenn es sich dabei wirklich um ein Kätzchen handelt (Symbolbild: Getty Images)
Einem verlorenen Kätzchen sollte man helfen - aber auch nur dann, wenn es sich dabei wirklich um ein Kätzchen handelt (Symbolbild: Getty Images)

Einen "Notfall" hätten sie, sagte das Pärchen, als es vor den Türen des Tierheims True Rescue in Mount Juliet auftauchte. Sie hätten ein junges Kätzchen auf der hinteren Veranda ihres Hauses gefunden, das einen Platz brauche, wie das Tierheim auf seiner Facebook-Seite schilderte.

Doch die Mitarbeiter des Tierheims erkannten sofort, dass es sich bei dem Tierjungen nicht um eine Katze handelt. "Es war groß, hatte einen großen Kopf, große Pfoten und einen moschusartigen Geruch", sagte True-Rescue-Mitarbeitern Amy Simcik der Lokalzeitung McClatchy News. Auch das Fell und die knurrenden Laute, die es von sich gab, passten nicht zu einer Hauskatze.

Das Paar hat einen wilden Rotluchs aufgegabelt

Das sagten sie auch dem verdatterten Paar, das sich des jungen Tieres angenommen hatte. "Ihr wisst schon, dass das hier ein Rotluchs ist?" zitiert True Rescue die erste Reaktion seiner Mitarbeiter auf Facebook.

Dort teilten sie auch ein Foto des Tieres, das mit seinen großen Augen und rundlichem Gesicht tatsächlich einem Katzenbaby ähnelt, jedoch ungewöhnlich lange Krallen und struppigeres Fell ausweist. In den Facebook-Kommentaren sind die Nutzer geteilter Meinung. Die einen zeigen Verständnis für die tierlieben, aber ahnungslosen Finder, andere behaupten, auf den ersten Blick einen Rotluchs erkannt zu haben.

Großkatzen lieber in Ruhe lassen

Dies zeigt, dass eine derartige Verwechslung vorkommen kann – doch das Tierheim warnte davor, voreilig zu handeln. Rotluchse würden durch zu engen Kontakt mit Menschen rasch verlernen, in der Wildnis zu überleben. Man solle Jungtiere daher nicht aus ihrer gewohnten Umgebung entfernen, sagte Simcik McClatchy News.

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"Wir empfehlen, erstmal zu googlen, worum es sich handeln könnte. Meistens findet man dann heraus, dass man das Tier lieber in Ruhe lassen sollte", sagte sie der Zeitung. "Man gefährdet es meist mehr, indem man es aus seiner Umwelt reißt, um sich selbst darum zu kümmern."

Für das bei True Rescue gelandete Rotluchsbaby kommt dieser Rat zu spät. Doch die kleine Pearl – so tauften die Tierheimmitarbeiter die Kleine – bekommt trotzdem ein Happy End. Sie soll der Wildtier-Organisation For Fox Sake Wildlife Rescue übergeben werden, wo Pearl zusammen mit einer Artgenossin namens Ruby gepflegt und schließlich ausgewildert werden soll.

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