Paket mit explosivem Stoff aus Athen an Bundesfinanzministerium geschickt

In der Poststelle des Bundesfinanzministeriums ist am Mittwoch ein Paket mit einem explosiven Stoff eingegangen. Die Untersuchung der Sendung habe ergeben, "dass sich in dem Paket ein sogenanntes Blitzknallgemisch befand", teilte die Polizei mit

In der Poststelle des Bundesfinanzministeriums ist am Mittwoch ein Paket mit einem explosiven Stoff eingegangen. Die Untersuchung der Sendung habe ergeben, "dass sich in dem Paket ein sogenanntes Blitzknallgemisch befand", teilte die Berliner Polizei mit. Dieses werde "häufig bei der Herstellung von Pyrotechnik verwendet". Nach Angaben aus griechischen Polizeikreisen wurde das Paket in Athen verschickt.

Das Paket wäre laut Polizei geeignet gewesen, erhebliche Verletzungen beim Öffnen zu verursachen. Es gab zudem "eine Art Zünder", sagte eine Polizeisprecherin der Nachrichtenagentur AFP. Die Polizei ließ die Poststelle und die Umgebung räumen.

Auch nach dem Röntgen des Pakets konnte der Inhalt nicht eindeutig identifiziert werden, weshalb es auf einen Sprengplatz gebracht und am frühen Abend gesprengt wurde. Die Ermittlungen übernahm das Berliner Landeskriminalamt.

Wie am Abend aus griechischen Polizeikreisen verlautete, wurde die Sendung in Athen aufgegeben. Als Absender sei der rechte Oppositionspolitiker Adonis Georgiadis von der Partei Nea Dimokratia (ND) genannt worden. Er gilt als Feindbild der Linken. Seine Buchhandlung wurde mehrfach Ziel von Angriffen, die dem autonomen Lager zugeschrieben wurden. "Es ist leider wahr. Der oder die Terroristen haben wohl meinen Namen genommen, weil ich in Griechenland als Freund von Herrn Schäuble gelte", sagte er der "Bild"-Zeitung.

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