Palästinenser legen wegen Hungerstreiks in Gefängnissen Arbeit nieder

Palästinenser im Westjordanland haben aus Solidarität mit mehr als 1.000 Häftlingen im Hungerstreik ihre Arbeit niedergelegt. Geschäfte und Schulen blieben geschlossen. Der öffentliche Nahverkehr kam zum Erliegen.

Der palästinensische Politiker und verurteilte Mörder Marwan Barghouti hat vor zehn Tagen zu dem Hungerstreik aufgerufen. Die Insassen fordern bessere Haftbedingungen. Der Intifadaführer Barghouti gilt als aussichtsreicher Kandidat für die Nachfolge des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas.

Die Mutter eines Häftlings sagte:

Ich nehme für meinen Sohn an dieser Aktion teil. Mein Sohn isst und trinkt nichts. Ich rufe die gesamte Welt dazu auf, sich uns anzuschließen. Nicht nur Abbas, sondern die ganze Welt sollte solidarisch sein. Wir warten nicht auf die Regierung. Wir und die ganze Welt sollten gehen und protestieren. Die Autos sollten anhalten, die ganze Welt sollte anhalten.

Auch im Gazastreifen wurden Proteste organisiert. Ein Komitee zur Unterstützung der Häftlinge rief für Freitag zu einem “Tag der Wut” und Konfrontationen mit israelischen Soldaten auf.

Nach Angaben der Organisation Addameer sitzen derzeit 6.300 Palästinenser in israelischen Gefängnissen.

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