Palästinensischer Junge nach Zusammenstößen mit israelischer Armee gestorben

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Kinder bei der Beerdigung des verstorbenen Zwölfjährigen (AFP/MAHMUD HAMS)

Ein zwölfjähriger Palästinenser ist eine Woche nach den schweren Zusammenstößen an der Grenze zum Gazastreifen gestorben. Der durch einen Kopfschuss verwundete Junge sei seinen Verletzungen erlegen, teilte das Gesundheitsministerium in dem Palästinensergebiet am Samstag mit. An seiner Beerdigung nahmen rund hundert Trauergäste teil.

Am Grenzzaun zwischen dem Gazastreifen und Israel war es am Samstag vergangener Woche zu den ersten schweren Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften seit Inkrafttreten einer Waffenruhe im Mai gekommen. Rund 40 Menschen wurden verletzt. Ein 32-jähriger Demonstrant erlag am Mittwoch seinen Verletzungen. Der nun verstorbene Zwölfjährige war von israelischen Soldaten im Kopf getroffen worden. Ein schwer verletzter israelischer Polizist schwebt weiterhin in Lebensgefahr.

Die israelische Armee hatte nach eigenen Angaben das Feuer eröffnet, als palästinensische Demonstranten Brandsätze warfen und versuchten, über den Zaun zu klettern. Nach den Zusammenstößen flog die israelische Armee Luftangriffe auf Waffenwerkstätten der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen.

Am Samstagabend kam es erneut zu Ausschreitungen am Grenzzaun. Die israelische Armee setzte Tränengas und Blendgranaten ein, während palästinensische Demonstranten Reifen anzündeten. Neue Angriffen mit Brandballons aus dem Gazastreifen lösten zwei Feuer in der Region Eschkol im Süden Israels aus.

Israels Konflikt mit der im Gazastreifen regierenden Hamas war zuletzt im Mai eskaliert, als die radikalislamische Palästinenserorganisation als Reaktion auf Zusammenstöße zwischen Palästinensern und der Polizei in Ost-Jerusalem massiv Raketen auf Israel abgefeuert hatte. Bis zum Inkrafttreten einer von Ägypten vermittelten Waffenruhe wurden bei israelischen Luftangriffen 260 Palästinenser getötet. Bei den Raketenangriffen der Hamas auf Israel wurden in diesem Zeitraum 13 Menschen getötet.

bfi

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